Running to stand still.

Nicht schon wieder das Liebestheme. Hier in meinem Leben. Hier in dieser Gedankenansammlung. Hat man denn niemals seine Ruhe. Wohl kaum, vor allem wenn es um dieses Thema geht. Alles hat sich verändert und doch werde ich immer noch enttäuschen. Ich bin mit mir noch lange nicht im Reinen, fühle mich aber wohl than ever before. Ich lerne kennen und lerne lieben. Auf irgendeine Art und Weise. Aber … es tut mir Leid. Ich weiß nicht.

Ich war noch nie in dieser Lage. Never ever. Really. Zu viel zu wissen. Zu viel über Liebe. Über Liebe und Gegenseitigkeit und über Einseitigkeit und ein richtig beschissenes Gefühl. Ich lebe dieses neue Leben hier in Wien und fühle mich von Tag zu Tag wohler, liebe den Tag, jeden, egal welchen. Liebe das Wetter und den Tee, den ich gerade zur Genüge runterschlürfe. Das Leben ist schon und ich fühle mich wunderbar. Ich liebe diese Hochs, die manchmal über mich kommen. Vielleicht dauert dieses ja etwas länger an. Maybe.

Eigentlich habe ich beinahe keine freie Zeit mehr. Oder verbringe die Zeit vor allem mit neuen Freunden und auch alten. Im Studentenheim habe ich mir schon einen Namen mit der neu eingeführten donnerstäglichen Teerunde gemacht. Und überhaupt fühle ich mich gerade wie Gott Ronaldinho Peter Jackson das beste Ich. Das beste Ich seit langem. 

Das so lange so sehr verhasste Wien wird zu dem, was ich mir immer wünschte. Ein lebenswerter Lebensraum. Eine Aufgabe für all die kommenden Wochen und Monate und Jahre und maybe. Okay, und ich gebs auch zu. Von der anfänglichen Befürchtung über das Thema Liebe schon wieder zu schreiben. Liebe umfasst ein weites Spektrum. Die Stadt, den Tag, die Welt. Alles ist gerade schön.

Und wenn ich dann heute zu Mittag bekocht werde (Jamjam, Kaiserschmarrn | Link) und man dann in die Bibliothek um eine Arbeit für Publizistik zu machen, dann freue ich mich einfach schon wieder auf den Tag nach der Nacht. Es wird schön. Es wird großartig. Und ich … will gar nicht erst an das möglicherweise kommende Tief kommen. Das wird jetzt mein Hoch. Bis … 2012. Mindestens, okay?

Der Titel gefällt mir deswegen so gut, weil es wieder einmal so perfekt auf mich zutrifft. Ich laufe, bin ständig unterwegs, mein Leben ist vollkommen und sinnvoll und großartig. Und erst jetzt kann ich mal still stehen. Und dann geht es mir einfach nur gut. Also … einfach mal einen Daumen hoch. Mit Obama kam also wirklich der so erhoffte Change. Dankeschön, und Gratulation natürlich noch einmal, Barack …

Foto by extranoise

8 Gedanken zu „Running to stand still.“

  1. schön einen so munteren und fröhlichen artikel zu lesen, das gibt dem Textempfänger doch gleich eine aufmunterung. zumindest mir ist es so ergangen, ungefähr so, wie wenn dir am morgen ohne erwartung ganz zufällig jemand ganz fremder ein lächeln schenkt.

    nur weiter so. beschenke mich mit deinen „Lächeleinträgen“^^

  2. Hallo Dominik,
    ja, also… bis gerade eben habe ich nie von deinem Blog gehört… hergekommen bin ich, weil ich ein „Abnehmblog“ starten möchte. Ich find Deine Seite, denk mir, eh ich hier mitmach (Gewicht veröffentlichen und Blog nennen und so…), schau dich mal bischen um, sylke… dann hab ich von timi und deiner therapie gelesen, Gänsehaut und tränen in den augen (unser Sohn bekam mit 3 Leukämie, danach einen Rückfall und eine Knochenmarkstransplantatin rettete in buchstäblich letzter Minute sein Leben) – ja, und dann las ich den Eintrag, zu dem ich jetzt kommentiere … ich habe seit langem kein solch authentisches Blog mit einem solch unglaublichem Wechselbad der Gefühle mehr gelesen, ganz ehrlich nicht… mach weiter so, Dominik, gefällt mir sehr gut… und den Eltern von Timi wünsch‘ ich ganz viel Kraft und Mut, das Unfassbare anzunehmen…
    alles Gute für Dich, Sylke

  3. hach, gib mir doch bitte etwas von dir ab… von dem gut drauf sein, von der hoffnung und von dem lebendigen in dir… ach ja, am besten noch verpackt in eine tüte… ganz vorsichtig in so blubberbläschenplastik, damit da ja gar nichts hin wird! 😉

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