Schwülheit vs. Sonnenstich.

Während am Mississippi unzählige Dämme brechen und Indonesien von einem Taifun heimgesucht worden ist, liegt hier in Österreich eine unnatürliche Schwülheit in der Luft. Das Thermometer zeigt zwar nur 28 Grad an, doch in dieser Nachmittagssonne sollte man wohl definitiv die direkte Sonneneinstrahlung verhindern. Sonst bekommt man neben einem deftigen Sonnenbrand auch noch einen wahrlich nicht lustigen Sonnenstich dazu.

Ich bin wieder zuhause. Nach dem netten Beisammensein und Grillen bei Elisabeth am Freitag und dem Dancing@2Parties gestern bin ich heute mehr als nur müde. Es sind wohl nur 8 Stunden, die ich seit Freitag geschlafen habe. Aber dafür war es wieder einmal ein erinnerungswürdiges Wochenende. Und alles in allem kann man sagen, dass der Sommer wohl hiermit begonnen hat. Mit Grillen am Lagerfeuer und Parties im Outback. Ein wirklich schönes Erlebnis.

Heute hätte ich ja eigentlich genug Zeit. Um mich auszuschlafen. Aber da meine Mutter übermorgen ihren fünfzigsten Geburtstag feiert, werden heute und wahrscheinlich morgen und auch noch darüber hinaus immer Gratulanten aufkreuzen. Ich, als schweigender Dummie [dammi] weiß von allem, darf aber ihr nichts davon erzählen. Und es ist, zugegeben, eine schwere Aufgabe. Ja, meine Mutter wird fünfzig Jahre alt. Und ich habe erwartungsgemäß keinen blassen Schimmer, was ich ihr denn nun schenken soll. Weiß irgendjemand, was sich fünfzigjährige Frauen wünschen?

Ich habe, trotz der heutigen Müdigkeit, dieses Wochenende so richtig an Energie getankt. Ich bin quietschefröhlich, erfreue mich an allem und möchte einfach nur noch sagen, dass dieser Sommer, laut Prognosen, einer der Coolsten meines bisherigen Lebens werden wird. Sagen wir einfach mal so.

Rastlos, Nie Ratlos. Niemals Sprachlos. Fehle Ich Den Worten.

Hast du mich gefragt, wie es mir geht. Ich denke nicht. Aber ich habe es gesehen, dass du glücklich warst. Zu gut ist der Tag für dich verlaufen. Es war schön, dich wieder zu sehen und so konnte ich dann auch wieder fahren. Mit einem Gefühl, gemischt aus Angst, Unruhe in mir, fragend und mir selbst drohend. Langsam, ganz langsam versuchte ich mir die Welt zu erklären. Gerade meine Großmutter musste wieder solche Worte fassen, die mich zögernd zurückwerfen. Ich wollte dir doch nur eine Freude machen, wollte überraschen, wo ich doch sonst nichts mehr für dich tun konnte.

Nicht wegen dir und ohne Worte zu irgendjemandem musste ich kürzlich feststellen, dass ich nicht bereit dafür bin. Eine Frau, die mir seit knapp zwei Monaten dieses Gefühl von Verliebtheit geschenkt hatte, dieses eine Mädchen mit ihrem wunderbaren Lächeln und den sanften Worten voll interessierter Neugierde. Es hat keinen Sinn. Ich werde keine Energie an sie verbrauchen. Ich werde mich nicht verrückt machen. Werde Gedanken ordnen und Gefühle unterdrücken. Ich bin kein 30-Sekunden-Gesprächs-Freund. Und so kann es nicht bis April weitergehen. Ich habe den Abbruch bereits verkündet.

Jetzt geht also der letzte Tag dieses Wochenendes zu Ende. Minuten vergehen wie Sekunden, Stunden ebenso. Nichts ist wie es ist, und all die Erinnerungen und verschwommenen Bilder der letzten zwei Tage sind schon längst Geschichte. Es war wieder einmal ein großes Wochenende, mit Abstürzen und Höhenflügen, Ängsten und Gedanken. Erinnerungswürdige fehlgeleitete Momente. So viele Freunde habe ich gesehen, so viele Worte wurden gewechselt und trotzdem fehlte ich viel zu oft den Worten.

Mit kaltem Atem und tiefgekühlter Nase erinnerte ich mich gestern wieder daran, dass schon in zehn Tagen mein Schicksal sich verändern könnte. Ich könnte auch zu denjenigen gehören, die es geschafft haben. Die letzte Prüfung würde ich dann hinter mich gebracht haben. In zehn Tagen würde ich entweder feiern oder mich wundern, warum es wieder nicht geklappt hat. Aber ich bin mir fast sicher, dass ich feiern möchte werde. Ich habe Angst. Wer nimmt mich in den Arm, wenige Minuten vor der Prüfung. Wer hält mir die Hand, beim Warten auf die Entscheidung. Wer freut sich mit mir, wenn ich es geschafft habe? Es tut weh.

Viel zu schmerzhaft ist der Gedanke daran. Es hat nicht sollen sein, nennen es die einen, es wird schon kommen, meinen die anderen. Es hat keinen Sinn, sage ich viel zu oft. Und insgeheim hoffe ich auf Zustimmung und ein Nicken von euch allen. Es hat keinen Sinn. Nie ratlos? Bei Gott oder irgendeinem Götzen, nein. Ich brauche Rat und würde doch keinen annehmen. Nie sprachlos? Sicherlich nicht. Mir fehlen viel zu oft die Worte. Und ich ihnen.