
Wenn wir reden, bin ich das, was ich dir zeigen möchte. Wenn wir beisammen sind, fühle ich mich so, wie ich mich dir gegenüber fühlen möchte. Aber wenn ich denke, bin ich in meiner ganz eigenen Welt. Willst du nicht mal mit mir dorthin mitkommen?
Ich denke über Millionen Sachen am Tag nach, schreibe viel darüber, und rede auch (manchmal zu) viel. Und mit wenigen Menschen rede ich auch mehr, über mich, meine Sorgen und meine Träume. Ich träume auch viel, von Utopischem und von Dingen, die in meinem Leben einen wichtigen Platz eingeräumt bekamen. Und ich lebe. Lebe so genussvoll vor mich hin, bin seit Kurzem auch so ungewohnt spontan, überrasche mich immer mal wieder selbst. Und da können auch so Ereignisse, die mit Ende und Ratlosigkeit zu tun haben, nicht viel daran ändern. Ich bin ein Mensch, der nach vorne blickt. Ein Mensch, der die Gegenwart liebt und sich auf die Zukunft freut. Naiv optimistisch nenne ich das gerne, und genau das ist die Quintessenz.
Die vergangenen Tage haben mich wieder einmal viel nachdenken lassen. Über meine Zukunft, die nahe. Die sich von einem Tag auf den anderen vollkommen umdrehte, oder innerhalb von nur einer halben Stunde. Und der Spruch „Irgendwas wird sich schon ergeben.“ sagt eigentlich schon alles aus. Es wird sich schon alles ergeben. Und ich liebe übrigens auch. Ich liebe aus ganzem Herzen. Und das ist wahrscheinlich das Beste an allem. Deshalb werde ich hier bleiben, werde nicht mehr so schnell weggehen aus dieser Stadt hier. Ich habe es liebgewonnen, dieses Städtchen, und ich liebe so manche ihrer Bewohner. Jene Freunde, die ich schon von früher kenne und mir zuletzt wieder einmal so richtig zeigten, was ich an ihnen habe. Und die neuen Freunde, die zu einem so riesigen Bestandteil geworden sind und die ich bitte nie mehr missen möchte.
Ich habe meine Träume. Und selbst wenn sich durch das Ende und den erneuten Neuanfang alles zeitlich verschiebt, kann ich weiter daran arbeiten. Schon jetzt habe ich neben dem Studium viele Projekte laufen gehabt. Das werde ich jetzt perfektionieren, werde mir für alles genügend Zeit nehmen, für das Buch, für meine Gemeinschaftsblog-Tätigkeiten, für meinen Job. Und werde ein wundervolles Leben führen.
Ich bin ein Freigeist. Ich ticke wohl etwas anders, als so viele von euch. Ich lasse mich von solchen Dingen nicht aus der Bahn werfen, sondern sehe es als neue Herausforderung. Der Herausforderung, es besser zu machen. Und leben nebenbei mein ganz eigenes Leben, mit allen Höhen und Tiefen. Tauche tief darin ein und werde euch vielleicht damit manchmal vor den Kopf stoßen. Wenn ich zum Beispiel lächle, wenn neben mir meine selbst aufgebaute Welt einzustürzen droht. Da kommt noch was. Da bin ich mir sicher. Und ihr könnt mich begleiten, auf diesem neuen Weg, der eben doch anders daherkam, als ich es vermuten mochte.
