In Liebe. [Eine Prise Fernweh]

„Ich will hier nicht mehr weg.“, sage ich und du blickst mich an und widersprichst mir auch nicht. Es ist schön hier, so wundervoll, es ist heiß und der Himmel so blau und die unzähligen Eindrücke strömen wie sanfte Sonnenstrahlen auf uns ein. Das hier ist es, das Paradies. Wenn auch vielleicht nur für diese fünf Tage, aber immerhin. Ich dachte nie, dass mir so etwas passieren könnte.

Ich habe mich Hals über Kopf in diese Stadt verliebt. In all die Menschen, in diese Freundlichkeit, in diese unzähligen Inseln, aus denen diese Stadt in Wahrheit besteht. In die Spaziergänge am Ufer entlang, in die Alternativwege, die wir wählten, obwohl wir es besser wussten. Es war Liebe auf den zweiten Blick, ich weiß. Aber sie ist deshalb nicht minder schön. Nie war es schöner, einfach mal auf einer Stiege zu sitzen und einem Brunnen zuzusehen, oder auf einem Steg zu liegen und sich mal kurz mit Sonnenbrand einzudecken.

Und die Zufälle, die uns beim Frühstück beinahe jeden Tag neben einer anderen Gruppe Österreicher sitzen hat lassen. Und die tödlich scharfen Chicken Wings im Hard Rock Café. Und die lustige Konversation mit der lieben Frau Vapiano-Köchin. Es war eine so wunderbar runde Reise, ein so unglaublich schönes Erlebnis, dass ich nicht heim wollte. Vom ersten Tag weg. Ich hätte dort bleiben können, hätte gerne alles hier aufgegeben, um dort oben neu zu beginnen. Weil es so außergewöhnlich ist. So … freundlich. So einladend.

Stockholm hat mich umarmt und ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt. Es war schön und wird wohl auf ewig als meine bislang wunderbarste Reise in Erinnerung bleiben. Vielleicht sieht mich diese Stadt schon in den Winterferien ein weiteres Mal oder vielleicht ich zum Berufspraktikum im kommenden Sommersemester. Und vielleicht werde ich ganz einfach irgendwann einmal der neue König von Schweden. Mehr will ich auch gar nicht, okay?