Manchmal, da gibt es wieder die Momente, in denen ich zu zweifeln beginne. Und mir Gedanken mache, die nicht wirklich zielführend sind. Und in Wahrheit baut sich all das durch einer furchtbaren Ungewissheit auf. Ich will nicht mehr daran denken.

„Wir müssen reden.“, hätte ich schon einhundertmal sagen sollen. „Ich hab‘ da so eine Frage.“, wäre auch angebracht. Aber es passiert nicht. Es ist nie der richtige Zeitpunkt dafür. Es ist niemals der richtige Zeitpunkt. Was ist schon richtig? Ich weiß es nicht.
Aber irgendwann muss es wohl so weit sein. Irgendwann brauche ich sie, die Gewissheit. Muss wissen, woran ich bin. Möchte spüren, was nun ist. Und dann möchte ich dich in den Arm nehmen, egal, was passiert. Möchte nur einmal unsere Zweisamkeit spüren, nur für diesen einen Moment.
Und du kannst dann entscheiden, wie lang dieser Moment dauert. Kannst mir zeigen, was du fühlst. Wir sind mehr als nur Freunde. Mehr als das. Freunde reden über alles, aber über so einiges haben wir noch nie geredet. Über einige Dinge schweigen wir, vielleicht ganz bewusst, vielleicht auch nur, weil wir es nicht wahrhaben wollen.
„Wir müssen reden.“, wäre das i-Tüpfelchen über uns. Es wäre das, worauf ich seit Monaten warte. Müssen wir reden? Weißt du denn nicht längst, wie ich mich, nein, was ich fühle? Und fühlst du nicht genauso? Ich weiß es nicht und daran scheine ich zu zerbrechen. Jedes Mal, wenn meine Gedanken nichts anderes zulassen. Und du wischt sie immer wieder weg, wenn ich dich sehe, du lächelst, wenn wir nebeneinander gehen.
„Wir müssen reden.“ Findest du nicht?
