Tee.

Der Wind peitscht gegen das undichte Fenster.

Es regnet. Schon seit Tagen. Nichts Neues hier und auch nicht auf der Welt. Alles scheint ruhig und doch peitscht der Wind. Durch die Äste und den Wald. Die Blätter wiegen sich und seelenloses Zeitunspapier fliegt zerknittert durch die Luft. Bis es irgendwo hängen bleibt und sich langsam im fallenden Regel tränkt.

Wir sitzen in unserem Zuhause. Gesichert vor all den Angriffen von außen. Wir sitzen da, mit einer Tasse heißem Tee und einigen Keksen. Blicken der Welt zu, wie sie im Chaos versinkt. Sturm und Regen und Wind. Und irgendwann kommen auch die Blitze. Und wir sitzen hier und hören jeden Wetterumschwung. Es ist schön, diesen Moment mit dir zu verbringen. Wir schweigen, und blicken auf die schnell vorbeiziehenden Wolken, blicken auf die Pfütze am Boden, die sich schneller und schneller füllt.

Wir befinden uns im Schutz dieser dicken alten Mauern und in Decken gehüllt, erfahren wir die Ankunft der Dunkelheit. Der Regen hat noch nicht aufgehört und die untergehende Sonne spiegelt sich am nassen Asphalt. Und irgendwann steigt der Mond auf und die Nacht wird niemals dunkel. Viel zu hell leuchtet die Nacht. Und mit dem Tee und den Keksen bleiben wir still. Es ist schön. Dieser Moment. Mit dir.