Uns verabschieden.

Und immer, wenn wir uns verabschieden. Und ich plötzlich nicht mehr weiß, was mit mir los ist. Und all meine großen Pläne der Nichtigkeit zugeführt werden. Und statt Berührungen nur Worte bleiben und diese Worte ihren Platz hier nicht verdienen. Und während ich die Stufen hinaufgehst und du den Rest zu dir nach Hause wanderst, drehe ich mich immer noch ein Mal um. Sehe dir zu, wie du da so fortschreitest, will kehrt machen. Will dir nachlaufen, dir nachrufen: „Halt!“, und würde dich einladen , dass wir uns hier, auf diesen Stufen hinsetzen sollen. Würde dich in den Arm nehmen und dir erzählen, was du mir bedeutest. Würde dir zeigen, dass ich dich mag. Und würde dir so oft wie möglich in deine wundervollen Augen sehen.

Stattdessen gehe ich die Stufen hinauf und krame in der Tasche nach meinen Zigaretten, die Erste seit Stunden und setze mich auf die Mauer kurz vor dem Eingang. Sehe in den Himmel und zähle die Sterne und hätte wohl dasselbe auch mit dir getan, denke ich mir. Kann nicht aufhören, immer und immer wieder durchzuspielen, was in meinem Kopf so schön hatte ausgesehen. Kann nicht aufhören, dich mit meinen Gedanken zu überschütten und werde innen ganz still und denke nach und hör nicht auf.

Und liege im Bett und denke daran, wie schön es doch wäre, wenn du hier neben mir liegen würdest und wir würden noch reden, über unseren Tag und über unsere Träume, bevor wir überhaupt beginnen, sie für diese Nacht zu erleben. Würden einschlafen, ich an deinem Nacken. Doch du bist nicht da. Bist nicht da, wo ich es mir wünsche. Weil ich zu feige für all meine Taten bin und.

Und so genieße ich die unzählige gemeinsame Zeit, die so wundervoll und atemberaubend ist, wie nichts anderes hier gerade. Die mir Kraft schenkt und mich glauben lässt. Die mich kaum ruhen lässt und schon die eine oder andere fast schlaflose Nacht zu verantworten hat. Am Verabschieden müssen wir noch arbeiten, ich weiß. Aber auch das schaffen wir, glaubst du nicht auch?