Cigarettes and Alcohol. [9]

“You smell like cigarettes, and sex, and passion.”
– “That’s my new odour. It’s awesome, isn’t it?”

You kiss me twice, while jumpin’ out of bed, with the cigarette in the one hand, and the wine glass in the other one. The small music station at the end of the room tries to keep us alive. Slowly you get down again, leaning against the wall, sitting on the floor. One breath full of nicotine, two mouthful of this cheap red wine.

“We shouldn’t have done this.”
– “Why? Tell me. Why shouldn’t we?”
“It’s … it’s …”
– “Is it because of?”
“Yeah.”

Your eyes look sad, like someone, who has lost his virginity to some odd stranger. Well, our “losing-my-virginity”-age is long ago, but in my imagination, you definitely would look like this now. It wasn’t wrong, it was maybe the best thing we could have done at that moment. You know? Fuck to all those promises and all that dumb shit, everyone is talking about.

Without a boxershort or anything else on my body, I crawl down to you. There isn’t anything wrong with it and darling. It’s okay, now. You shouldn’t be forced to feel that way. You should feel lucky, positively surprised. Or something like that.

You really look beautiful, you know? With the wine, and the sweat, your breasts and your eyes. Have I ever told you that? I lay my head down on your shoulder. “It’s true. It feels right.”, she said and began to cry. We lay down here, on the floor, looking on the ceiling. Smoking cigarettes again and again, closing eyes, holding hands. Touching our bodies, kissing our lips. Why can’t we stay in that bubble of imaginary love? Without feelings, although it feels so. Without dreams of a shared future. Without talks about eternity.

“I love you.”

And although these three words feel so strong, I know what you mean. It’s okay, right now, for this moment. We love each other, it’s good. But we couldn’t care less about tomorrow. I kiss your head, lay my hand down your chest. The ipod turns to A. Adams, Ryan.

Und nein. Es geht nicht ganz ohne Gefühle.

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2010 ist das 2005 des neuen Jahrzehnts. Zumindest wenn man mein bisheriges Leben und mein Lieben in Anbetracht zieht. In diesem Jahr ist (bisher schon) viel passiert und ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

Ich habe geliebt (oh Gott, was habe ich nur geliebt), und nachdem ich aufgehört habe zu lieben, hab‘ ich geküsst. Und es zog mich nicht hinein, in diesen Strudel wiederauferstandener Gefühlswellen. Es war mir gleichgültig und was zählte war der Moment. Solche Momente sind Millionen wert und sie fühlen sich beinahe besser an, so ganz ohne dem Gefühl der Liebe, rein gestützt auf Neugier und zittrigen Knien.

Es blieb bei dem Kuss und mit einem Mal bemerkte ich, dass ich plötzlich an einem Punkt angekommen war. Einem Punkt, an welchem ich immer sein wollte, es aber insgeheim wusste, dass ich nie so werden würde. Ich bin ein gefühlsbetonter, ein gefühlsgeleiteter Mensch und ich kann oft nichts dagegen tun, etwas zu empfinden. Selbst wenn ich weiß, dass es mir im Grunde genommen nur weh tut und es noch wochen- oder monatelang an mir zehren wird. Aber es hat sich geändert. Es war mir egal, dass nach dem Kuss ein Korb folgte, aufgrund der Liebeshochs- und tiefs vor dem Kuss. Für mich war es nur das: Ein Kuss, mit der Möglichkeit, mal zu sehen, wie es weitergeht.

Immer noch kann ich fühlen, mich verlieren in der Wahnsinnigkeit schmetterlingserzeugten Kribbelns. Aber ich habe dazugelernt, dass es nicht immer notwendig ist. Dass es das Leben leichter macht und es einen um viele Sorgen ärmer. Mein Lieben hat sich an mein Leben angepasst. Es fühlt sich nicht mehr so an, als wolle ich mich durch meterdicke Wände boxen, sondern als würde ich in ein Meer aus Kissen fallen. Nirgendswo mehr etwas zum Anstoßen.

Und dann kam dieser bedingungslose, bedeutungslose Sex. Es war nichts da, außer Neugier, Lust, Hingabe. Viele Gedanken davor, und die Gewissheit danach, dass es nichts weiter war als das. Und auch hier kein Gefühle der über das Platonische hinausgehenden Liebe. Nichts außer dem Gefühl, dass es sich so eben manchmal doch irgendwie leichter lebt. Kein Gedanke an „Gut oder Schlecht“, an „Richtig oder Falsch“. Darauf kommt es doch in Wahrheit nicht an. Was zählt ist die Macht des einzelnen Moments.

Man darf sich über so etwas keine Gedanken machen. Man sollte einfach versuchen, genüsslich vor sich hinzuleben. Und nicht erwarten. Nichts erwarten. Und dafür braucht man kein gefühlsloser Mensch werden. Denn nein. Es geht nicht ganz ohne Gefühle. Aber muss es denn immer Liebe sein? Nein, nicht wirklich.

Vielleicht ist es ja auch doch Liebe. Aber eben nicht für die Ewigkeit, sondern für den Moment. Keine Erwartungen, keine Hoffnungen. Leben für diesen einen wunderbaren Moment. Im Grunde genommen ist das für mich etwas wirklich Wunderbares.

Und ja. Ich möchte mich wieder Hals über Kopf verlieben. Möchte mich wieder einmal vollkommen hingeben, Händchen haltend spazieren gehen, miteinander einschlafen. Als Erster wieder aufwachen. Aber das hat doch Zeit. Und so lebe ich glücklich durch all diese kleinen Momentchen, stolpere immer noch von grandiosen Hochs in bodenwegziehende Tiefs. Aber vielleicht ist es so, dass ich jetzt endlich wieder einmal das Leben in vollen Zügen atme. Und genieße.

Ein wunderbares Gefühl, wisst ihr?