Wenn Nur. Mehr Worte Zählen. Und Das Unausgesprochene. Überwiegt.

Wenn nur mehr Worte zählen, und die Tage nichts mehr wert sind. Wenn Tränen wärmenkönnen, und Feuer weint. Wenn Schmerzen lachen, und Worte einem Leid zufügen. Dann, ja dann ist das Leben lebenswert.

Wenn man nebeinander sitzt, sich Blicke schenkt, Gedanken teilt, und sich Berührungen wünscht. Dann zählen nur mehr Worte. Wenn man glaubt, die Blicke zu verstehen, passiert es immer wieder, dass Gedanken den Kopf vollmüllen. Das Worte von den Lippen gelesen werden können, selbst wenn der ganze Mund ruht. Die Angst vor Nähe, und die Angst vor Ablehnung lässt einen jedoch still ruhen um das Problem der Unnahbarkeit für sich in Anspruch zu nehmen. Verlässt sich auf den ersten Schritt des anderen, um dann doch nur wieder mit tränengefüllten Gedanken alleine im Bett zu liegen. Und nicht einschlafen zu können, da diese unausgesprochenen Worte doch mehr sind als nur Leere und Luft. Sie beklemmen, erzeugen Krämpfe, und halten einen wach.

Wenn man nebeneinander sitzt. Zwei Freunde. Menschen mit geteilter Seele. Verwandte der Gedanken. Und doch die Vergangenheit über diesen beiden Freunden liegt. Sich Gedanken in das Hirn schleichen, und man denkt, dass alles doch wieder so wie früher ist. Man sitzt neben diesem Menschen, der einem manchmal mehr bedeutet als die gesamte Welt in ihrer Sinnlosigkeit. Man möchte sprechen, vieles erzählen. Möchte, wenn man traurig ist, in den Arm genommen werden. Wenn man einsam ist, wünscht man sich diesen Freund zum In-die-Sterne-Schauen. Möchte manchmal einfach nur reden. Sitzt neben diesem Menschen und kann nichts sagen. Möchte erzählen, was einem auf dem Herzen liegt, und kein Wort in diese Richtung verlässt den Mund. Möchte sich beschweren, da sich dieser Mensch doch schon viel zu viel verändert hat. Und man sagt einfach nichts. Ein Kloß im Magen malträtiert die Gewohnheiten und die Gefühle für diesen Menschen. Und wenn man ihn dann das nächste Mal sieht, fühlt man sich zwar besser. Und doch bleibt das Unausgesprochene. Niemals werden beide davon erfahren.

Wenn man nebeneinander sitzt. Sich unwohl fühlt, am liebsten den Platz verlassen möchte und man dann doch merkt, dass genau diese Menschen einem die Erbanlagen geschenkt bzw. achtlos überlassen haben. Deren Anrede man als Erstes lernte. Der Vater. Die Mutter. Menschen, die einem mehr bedeuten sollten, als das Universum in seiner verdammten Unendlichkeit. Und doch hasst man diese gewissen Angewohnheiten eines jeden. Hasst den Umgang, hasst es, wie sie mit einem reden, hasst ihre Stimmen, ihre Worte. Man glaubt, den Glauben an sie schon längst verloren zu haben. Möchte oft einfach nur aufstehen, alles ins Gesicht schreien, möchte ihnen zeigen, was man so an ihnen hasst. Möchte Türen eintreten, Spiegel zerschlagen. Möchte all die Wut, die sich in einem Menschen aufstauen kann, herauslassen. Und doch bleibt man sitzen. Schluckt still den Schmerz hinunter. Und das Unausgesprochene kehrt immer wieder zurück ins Gedächtnis. Wenn man sie das nächste Mal sieht, wenn sie das nächte Mal mit einem sprechen. Alles bleibt gleich.

Und das Unausgesprochene überwiegt. All diese Worte, die nie den Weg finden. All diese Gedanken, die nie in Worte umgewandelt werden. All die Gefühle, die im Bereich der Gedanken steckenbleiben. All das überwiegt. Nur der Schmerz, die Angst, die Ungewissheit … nur das bleibt.

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Des. Lebens. Wegen.

   

Manchmal hört man Dinge, die über einen gesagt werden. Und dann fühlt man sich stolz. Ist fast erschrocken von der Kraft, die diese Worte auf einen haben. Diese Worte spornen einen auch dazu an, sich neue Dinge auszudenken. Der Einfallsreichtum wird genährt. Pläne werden geschmiedet. Und immer hat man diese Worte im Hinterkopf. Bekommt wieder eine Gänsehaut und kann kaum atmen. Diese Worte hinterlassen einen so mächtigen Eindruck bei einem. Dass man selbst nachts vor dem Einschlafen noch daran denkt.

Welten liegen brach. Breiten sich langsam und ruhigen Fußes aus, bis sie den Komplex Leben erreichen. Verleibt man sich die Liebe ein. Ja, die Liebe. Jene Liebe, die so unnahbar und doch so wildumschlungen an einem hängt, dann können Welten rund herum zerbrechen. In die kleinsten Splitterstückchen, wie ein Spiegel, in den man, voll Wut in Bauch, Gehirn und Faust, eingeschlagen hat. Zerbrochen durch die Aggression der Welt. Wenn man langsam, aber sicheren Schrittes seinen Weg fortsetzt, tritt man sich vielleicht manchmal einen solchen Splitter ein. Fühlt sich geschwächt und unterbrochen in den Träumen. Und doch sind sie immer noch da. Das Leben. Und die Liebe. Bin ich überhaupt in der Lage, über Liebe philosophieren zu dürfen? Über die Liebe, die, sollte sie zerbrechen, mich weit zurückwirft. Bin ich in der Position, in der ich über die Macht der Liebe sprechen darf?

Des Lebens wegen fährt man fort, um die Träume, die einem ein Leben lang verfolgen, zu erfüllen. Ist man oft nah, so zerfallen sie viel zu oft zu Staub. Werden eins mit dem Sand all dieser zerplatzten Träume. Aber es ist unmöglich, dass man perspektivenlos durch das Leben geht. Ein Ziel hat man immer vor Augen, auch wenn dieses Ziel den Tod bedeutet. Und irgendwann werden Menschen zu Engeln. Gedanken zu Schmerz, Trauer zu Trümmern. Und dann beginnt alles wieder von vorne. Der Tod ist ein Routineeingriff in der Operation Leben. Man hat Angst davor, aber sobald es vorbei ist, ist die Angst verflogen.

Mit kleinen Augen beobachtet man die Wolken, wie sie vorbeiziehen. Man sieht die Menschen, die einmal wichtig waren, und irgendwann vollkommen aus dem Leben treten. Man sieht die Erinnerungen, die stets im Gedächtnis bleiben, aber immer verschwommener und verworrener werden. Man erblickt die Tränen, die aus diesen kleinen Augen flossen, in Momenten psychischer Instabilität. Und irgendwann ist der Himmel wieder wolkenlos.

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Regen. Auf Meiner Seele.

Wenn man bedenkt, in welcher Phase vollkommener Einsamkeit sich mein Körper beziehungsweise vor allem meine Psyche und meine Seele befanden, überrascht es mich doch schon etwas, dass ich jetzt schon wieder lächelnd dasitze, zu einem bescheuerten 90er-Jahre Sommersong mitwippe, und mein Bauch gefüllt von einem Pikantwurstsemmerl ist. 🙂 … Wie kommt das denn bitteschön? Ich frage mich wirklich, wie man nur so … ähm. Ja, wie man so sein kann. So wie ich. Der sie immer wieder beiläufig vernarrt beobachtet. Der wartet, bis sie mich bemerkt. Der sich noch einmal umdreht, wenn sie „Tschüss“ sagt, und unsere beide Lächeln sich treffen. Es ist schon komisch. Ich weiß es nicht. Aber natürlich bin ich immer noch oft allein. Manchmal auch einsam. Aber ein Gefühl ist wieder zurückgekehrt, so banal und aufrichtig, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe.

Sanfter, leiser Regen fällt auf meine Seele. Ich lasse es zu. Bedecke sie nicht unter einem selbsternannten Schutz vor Angriff. Ich lasse es einfach zu. Setze mir keine Aufgaben, keine Bedingungen. Ich lasse es einfach nur zu. Ich weiß nicht was sein wird. Was passieren wird. Ob etwas passieren wird. Ich lasse es zu. Während sanft der Regen auf meine Seele fällt.

Dies. Jens.

Die einzigen Überschneidung zwischen dem Dies- und dem Jenseits ist die Seele. Das habe ich mir heute im Bus gedacht. Im Diesseits ist sie eingepackt. In einen Körper. Der eine schöner, der andere nicht. Um Jenseits hingegen bleibt eben nur mehr diese Seele übrig. Und alle Verletzungen, die diese Seele ertragen musste, fast unheilbare Verletzungen, Verletzungen, die einen vielleicht sogar ins Jenseits getrieben haben, sind weg. So etwas denkt eben ein typischer Neunzehnjähriger auf der Heimreise von seinem Zivildienstjob.

Es ist ruhig. Erschreckend ruhig. Hier im Wohnzimmer. In diesem Zimmer, welches früher immer das Zentrum unseres Hauses war. Hier war immer etwas los. Hier wurde Lego gebaut, hier wurde televisioniert. Nachdem wir Kinder aufstanden gingen wir als erstes ins Wohnzimmer. Ich hingegen sitze hier jetzt ganz alleine. Meine Eltern sind schon wieder unterwegs. Nein, das soll jetzt in keinster Weise so rüberkommen, als wolle ich meine Eltern verbieten, außer Haus zu gehen. Aber dies ist wieder einmal ein Abend, an dem ich zuhause wäre. Ein Abend, an dem ich bis spät in die Nacht hier sitzen könnte, im Wohnzimmer. Ein Abend, an dem meine Mutter und ich hätten sprechen können. Über Gott und die Welt. Wie ich es eben an meiner Mutter so liebe. Aber sie sind nicht da. Und ich philosophiere über das Diesseits. Und höre „How To Disappear Completely“ von Radiohead. Manchmal würde ich mir das auch wünschen. Einfach zu verschwinden. Aber es wird einem nie so einfach gemacht. Immer wenn man glaubt, alles wäre perfekt, kommt von irgendwo eine Faust und schlägt einem mit voller Wucht auf die Nase. Man kann da noch froh sein, dass man nicht zu bluten anfängt.

Und diese Faust scheint mich heute Abend wieder getroffen zu haben. War ich gestern Abend und heute Vormittag noch gut gelaunt, durch das Treffen mit Elisabeth. So sitze ich jetzt hier und fühle mich wieder einmal einsam. Nein, es ist nicht, weil ich alleine zuhause bin. Ich war schon oft alleine zuhause. Aber seit kurzem gesellt sich immer wieder dieses Gefühl von Einsamkeit. Und ich hasse dieses Gefühl. Ein Gefühl, gegen das ich nie ankämpfen werde können. Nur irgendwann einmal zieht sich die Faust zurück und es wird wieder gut. Wenn auch vielleicht nur für kurze Zeit.

Die Gespräche gestern haben mich wieder nachdenken lassen. All die Erinnerungen, all das Wieder-In-Erinnerung-Holen von Gefühlen. Es ist schon ein geniales Gefühl, wenn man verliebt ist. Selbst die Zweifel an der Gegenseitigkeit sind schon cool. So etwas wünsche ich mir wieder. So etwas Schönes. Wünsche mir … ach. Verdammt. Wieso wünsche ich mir das. Wieso. Es hat doch keinen Sinn.

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Bitte Merken. Hinter Die Ohren Schreiben. Sich Eintätowieren Lassen.

Liebe

Nie. Wirklich nie den Sex als Begründung für das Ende der Beziehung, der Liebe hernehmen. Das ist eine Lüge. Sex verändert nicht alles zum Negativen. Sex ist etwas Wunderschönes. Die Liebe hat nachgelassen, man hat sich entliebt. Okay, alles verständlich. Aber nie und nimmer kann Sex ein Grund für ein Beziehungsende sein.

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Now. At Last.

Liebe

Während meiner gezwungen einsamen Stunden, versuche ich mich immer abzulenken. Von meinem Leben ablenken. Das ist mein Wunsch. Ich lese Bücher. Sehe fern. Oder laufe mit Ohrtstöpseln durchs Leben. Und immer wieder komme ich auf mein Leben zurück. In einigen Songs stecken so viele Erinnerungen. Die TV-Anstalten senden wohl nur mehr anspruchslose, aber wunderschön kitschige Liebesfilme. Und selbst Houllebecq schreibt manchmal auch von Zärtlichkeiten. Und dann fühle ich mich noch einsamer. Dann scheine ich wirklich am Höhepunkt (oder Tiefpunkt, wie man es eben sehen will) meiner Einsamkeit angelangt zu sein.

Und wenn ich es dann endlich mal wieder einsehe, dass es keinen Sinn macht, mich von meinem Leben abzulenken, lege ich mich meistens in mein Bett, oder lehne mich neuerdings auch im Zug zurück. Und denke einfach mal nach. Frage mich, warum ich hier so alleine bin. In einem Zug voller Menschen. Viele in meinem Alter. Einige, öfter auch Mädchen nehmen immer mal wieder Blickkontakt mit mir auf. Ich auch manchmal mit ihnen. Aber warum sitze ich einfach nur hier, und frage mich, warum es jetzt so ist, wie es ist. Warum es nicht anders sein könnte. Versinke in einem Sumpf. Nur ich, meine Vergangenheit und mein Leben. Erinnere mich an meine Verliebtheiten. Erinnere mich an Zärtlichkeiten. An Küsse. An Sex. An das Gefühl, wenn die Hand einer Frau über deinen Körper streicht. Das Gefühl, Haut an Haut in einem Bett zu liegen. Und dann, nach einem letzten Kuss am Nacken einschläft. Während einem die ganze Zeit das Herz pocht. An solche Gefühle denke ich.

Und ich sehne mich nach ihnen. Ich denke an meine Verliebtheiten. Und an die wirkliche Liebe. An das tiefe Gefühl innen drin. Denke an all die Erinnerungen. Die Tage, an denen wir die Sterne beobachtet haben. Die Tage, an denen wir stritten. Die Tage, an denen wir uns küssten. Und die Tage, an denen wir uns nicht sahen. An unsere Tage. Ich würde alles wieder in Kauf nehmen. Nicht mit ihr. Aber wäre ich wieder in einer Beziehung, ich würde es wahrscheinlich wieder zu lassen. Dass der Schmerz an mir hängen bleibt, die Gedanken in meinem Kopf rotieren und ich zuhause in meinem Zweifel versinke. Ich würde es wieder tun. Für all die Zärtlichkeiten, für diese Gefühle, für die Küsse. Und für die Gewissheit, dass es Liebe sein könnte. Unbändige Liebe. Ich betone, dass es diese Liebe nur sein könnte. Ganz sicher ist man sich ja erst, wenn man es spürt. Ganz tief drinnen. Ganz tief.

Ich sehne mich danach. Obwohl ich weiß, dass man noch nie etwas erzwingen konnte. Außer eben früher, als man als Frau einfach verheiratet wurde. Ob daraus eine Liebe oder eine Unterdrückung entstand, war dann eben die alles entscheidende Frage. Meistens, denke ich, nicht. Ich kann mich nicht auf die Suche nach einer Frau für mich machen. Sie steht metaphorisch gesprochen, irgendwann vor meiner Tür. Ohne Vorwarnung. Schon klar. Aber ich will ja auch nicht warten, bis es klingelt. Soll ich in die Welt hinausgehen? Dort warten? Wenn das so leicht wäre. Es tut viel oft einfach viel zu weh, all die Paare zu sehen. Im Freundeskreis. Im Heimatort. Im Zug. Im Leben. Und ein einziger, so scheint es, sitzt nachts alleine zuhause. Teilt sich sein Bett mit einer Bettdecke, sonst niemanden. Das tut manchmal weh. Und zeigt mir mal wieder meine Einsamkeit.

Was also tun? Erinnerungen aufrecht erhalten. Hoffen. Warten. Wünschen. Tagebuch schreiben. Lesen. Fernsehen. Musik hören? Now, at last, fühle ich mich immer noch einsam. Sehne mich. Es hilft also alles nichts.


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Die Vergangenheit. The Closest. Thing To Crazy.

Liebe

Wieder einmal in meinen früheren Blog hineingeschnuppert. Die Beiträge des August durchstöbert. Jenen vom 12. August 2006 gefunden.

ich stehe hier. eine leichte brise des meeres steigt in meinen linken nasenflügel. tief atme ich ein, um den geruch weiter hinten in der nase festzusetzen. ich stehe also hier. und als ich meine arme ausstrecken will, scheint es, als ob jemand an meinen füßen ziehen würde. anfangs nur leicht, doch plötzlich verliere ich den halt. und falle tief. mein kopf knallt gegen irgendetwas hartes. mit dem geruch noch im gedanken verliere ich das bewusstsein.

 

ich liege hier. in meinem bett. denke nach, über alles, was mich zurzeit bewegt. an den traum denke ich gar nicht mehr. ich denke über liebe nach. über freundschaft. über gefühle. über vertrauen, über hoffnung und über vermutungen. es macht keinen sinn, sich auf vermutungen zu stützen. viel schöner ist es, in der hoffnung zu leben. das ist mir bewusst. solange nichts bestätigt ist, vermute ich nicht.
lieber gehe ich mit einem meiner schönsten grinser durchs leben. den meine besten freunde schon zur genüge kennen. nicht in dieser ausführung. aber ich grinse in solchen situationen viel zu gerne. das letzte mal vor einem jahr, und vor einem jahr und 4 monaten. seit dem sahen nicht viele einen solchen grinser auf meinem gesicht. warum stand ich wohl am strand. vor dem riesigen panorama des atlantiks. der traum scheint mich wohl mehr zu bewegen, als ich glauben wollte.

antworten finde ich keine. freunde sind zurzeit das einzige wichtige. sie hören mir zu. sie reden nicht alles, was sie darüber wissen aus. nein, und ich verzeihe auch jenen, die es aus unwissenheit doch getan haben. aber am liebsten wäre es mir, wenn meine hoffnung, meine äußerungen im kreise meine engsten freunde bleiben würde. damit nicht jeder irgendwelche anspielungen machen kann. ohne richtig zu wissen, wie wichtig mir das alles ist. und wie schwer es für mich ist. dass wissen die wenigsten. aber …

 

ach vergessen wir das. ich denke über das andere nach, was mich noch bewegt zurzeit. ähm. mir fällt nichts ein. ich habe wieder einmal etwas gefunden, was mich tag und nacht beschäftigt. meine gedanken werden wieder verrückt spielen, meine traumwelt wird auf den tag verlagert. und meine gesichtsmuskeln werden schmerzen. weil ich andauernd grinsen werde. stand ich überhaupt am strand. oder auf einer klippe vor dem ozean? der traum schon wieder. ich lehne mich weiter zurück. in meinen ohren klingt ein auschnitt einer oper, nämlich „la mamma morta“ von maria callas. warum passiert das immer mir. das meine hoffnung so groß wird, dass mich eine enttäuschung mich wieder jahre zurückwerfen würde. ich brauche die liebe nicht. meinte ich einmal. alles kommt zu seiner zeit. doch ich denke die zeit ist reif. und während ich so denke, und ich einmal tief einatme, frage ich mich: habe ich überhaupt geträumt?

Damals war es kurz vor meiner ersten Beziehung. Eine Enttäuschung würde mich um Jahre zurückwerfen? Ja. Das stimmt. Aber der Wiederaufbau tut gut. Ich würde gerne wieder träumen. Habe es nun schon längere Zeit nicht gemacht.

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Der Psycho. Von Nebenan.

Psychologie

Ich erinnere mich noch an die Zeit vor meiner ersten Beziehung. Ich war jung, voller Träume und Vorstellungen, wie es sein könnte, wenn. Naja. Für meine Freunde und auch für nur gute Bekannte war ich Ansprechpartner. Ich wusste wirklich (und ich meine wirklich wirklich) über alle Beziehungen meiner Umgebung Bescheid. Wusste die Probleme, die schönen Erlebnisse, wusste von Streitigkeiten und von Gedanken. War Geheimnisverwahrer der allerhöchsten Stufe. Und Berater. Ich beriet Menschen, wie sie in ihrer Beziehung agieren sollten. Ohne selbst jemals in dieser Situation gewesen zu sein.

Ich erinnere mich noch an die Zeit während meiner ersten Beziehung. Ich holte mir Rat bei Freunden, die selbst gerade in einer Beziehung steckten. Konnte aber nie wirklich mit ihnen reden. Dachte viel zu viel nach, und wusste dann auch, warum die alle früher zu mir gekommen waren.

Ich erinnere mich an die Zeit nach meiner ersten Beziehung. Ich weiß, was es heißt, in einer Beziehung zu sein. Ich weiß, welche Probleme es gibt. Ich bin an dieser Beziehung gereift und kann besser Tipps für eine Beziehung sowie für eine Trennung geben.

Ich werde immer noch engagiert, als Psychologe. Via Mail, ICQ, Comments oder auch persönlich legen sich die Leute vor mir auf die Couch. Ich mache mir geistige Notizen und überlege, was ich tun würde. Was ich schön erlebt habe. Wie es bei mir war. Mir gefällt diese berufliche Möglichkeit.

Aber vor einem habe ich Angst. Dass ich wieder einmal auf die Couch liege und nicht weiß, was ich tun soll. Wenn ich Rat brauche. Denn ich kann nicht darüber sprechen. Ich kann nur schreiben. Nicht an jemand anderen gerichtet, sondern nur in meinem Blog. Aber ich weiß, irgendwann kommt wieder der Tag, an dem ich eine Couch so nötig habe.

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Über Mir. Die Sterne.

jetzt …

ich kann es mir nicht erklären

ja, jetzt gerade wieder ….

was die anderen haben

es ist wieder soweit … ich

was ich nicht habe …

denke darüber nach warum

was ist an mir so abstoßend

gerade ich jeden tag am see alleine

oder bin ich einfach nur zu nett

sitze, meist neben zwei paaren.

immer wieder denke ich daran …

wie es wäre wenn … doch es ist einfach

nicht. mich quält der gedanke, dass all das

noch so weitergeht, wie es jetzt gerade ist …

das würde mein leben unlebenswert machen …

dann könnte ich einfach nicht mehr weiterleben.

ich hoffe immer noch

doch immer nur hoffen macht auch krank

zwar habe ich einer freundin

in der hoffnung zu leben … auch das

diesen absatz einmal geschrieben …

ist nicht die befriedigung die ich brauche …

weil auch sie in der hoffnung lebte …:

 

man kann in sich in sachen liebe nie sicher sein.


man kann nur vermuten.

ein schon oft geträumter traum

und das mache ich.

ist einfach jener, dass ich eine treffe

sich auf meine vermutungen zu stützen …

dass ich von ihrem lachen nicht genug bekomme

kann lebensgefährlich sein.

dass ich ihn ihren augen versinken möchte

in der hoffnung zu leben hingegen

dass ich einfach nur, arm in arm, mit ihr

wunderschön

einschlafen möchte.

aber ich möchte nicht mehr hoffen …

dass sie mich küsst … und ich weiß … sie liebt mich.

bis jetzt ist das nur einmal passiert. und seitdem habe

ich nie mehr solche gegenseitige liebe verspürt …

lange zeit war immer nur ich verliebt …

wann wird es endlich so weit sein?

ob ich es erleben werde?

ob ich nicht viel zu früh sterben werde?

ich weiß es nicht

und noch etwas:

fuck off!

 

 

Ein Text, welchen ich vor ungefähr knapp genau einem Jahr geschrieben habe. Ein Text, der mich erschreckend an das heutige Ich erinnert. Viel zu pathetisch, viel zu melancholisch. Ein, nach Liebe lechzender 18-Jähriger Junge, der schon einen Monat später von sich sagen kann, dass er vergeben ist. Ein weinerlicher Typ, voller Angst und Selbstzweifel.

Leider habe ich mich nicht allzusehr verändert.

 

Hobo Blues

 

Gestern habe ich ja dieses eine Bild von uns beiden gefunden. Habe es mir minutenlang angesehen. Habe dir tief in deine virtuellen und (bei 10.000facher Vergrößerung) pixeligen Augen gesehen. Und habe bemerkt, dass es schon damals da war. Deine Unfähigkeit mich zu lieben. Ich gebe dir für alles die Schuld. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ja, ich lehne mich einmal so weit aus dem Fenster. Du bist zu jung, um … ja, da bist zu jung für eine ernsthafte Beziehung. Du lässt dich viel zu sehr von allem anderen beeinflussen. Du warfst mir Dinge an den Kopf, welche du jetzt selbst praktizierst. Du kommst erst jetzt in diese Jahre deiner Jugend, mit denen ich gerade fertig werde. Diese Jahre voll Selbstzweifel, Angst, Ungewissheit und vielleicht auch Selbsthass. Du wirst es nicht immer schaffen, den Halt da zu suchen, wo er bis jetzt immer war. In den kommenden Jahren wird dein Leben so manches Mal zusammenbrechen und sich aus den Trümmern wieder aufbauen. Es werden harte Jahre. Aber du schaffst es sicher nicht. Schaffst es nicht, stets mit einem Lächeln durch die Welt zu gehen. Ja, damals hast du mir, und die Beziehung zu mir die Schuld gegeben. Aber nein, es lag nicht an mir. An meiner „Sicht der Dinge“. An meinem umschwänglichen Pessimismus. Es lag an dir. Und an deiner Unfähigkeit die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind. Es tut mir leid, dass ich dir jetzt wieder schreibe. Dass ich dir diese Dinge an den Kopf werfe. Aber es muss sein. Erst gestern wieder habe ich dich in meinem Tagebuch erwähnt. Ich habe meinem Tagebuch erzählt, dass meine Liebe zu dir um ein so großes Extrem verschwunden ist. Dass nur mehr ein kleines bisschen Liebe da ist. Gerade einmal genug, um eine Freundschaft weiter aufzubauen. Ich konnte dich stets lieben. Ich habe dich auch stets geliebt. Aber erst jetzt habe ich gesehen, dass du es schon lange nicht mehr konntest.

 

Offenbare ich zuviel meines Lebens in dieser „Neon Wilderness“? Dieser Gedanke kam mir erst kürzlich, heute vormittag, als mich meine Deutsch-Professorin darauf ansprach, dass sie aus meinen Texten, welche ich in der Lesung vortrug, heraushörte, dass ich mit meiner Rolle nicht zufrieden sei. Mit meiner Rolle, die ich in der Schule innehabe. Ihr wisst schon, welche Rolle ich meine. Und sie hat mich gefragt, warum ich nichts dagegen unternehme. Vielleicht aus reiner Faulheit. Es sind doch nur mehr drei Wochen. Ich habe mich verändert. Und manchmal genieße ich auch wieder das Stehen im Mittelpunkt. Aber man muss mir auch diese Momente der Stille, der Ruhe einräumen. Ich bemühe mich nicht mehr, meine Rolle für diese drei Wochen abzulegen. Es wäre zu anstrengend. Und irgendwie wird es auch von mir erwartet. Ja, ich lasse mich formen. Ich habe mich jahrelang formen lassen. Es kommt doch so viel nach der Matura(reise). Lassen wir es einfach kommen.

 

Die Schule, selbst wenn ich nicht mehr viele Stunden dort verbringe. Vielleicht mal drei Stunden vormittags, zwei nachmittags. Sie macht mich müde. Und in den nächsten Tagen werde ich so viel lernen müssen, werde so viel durchgehen müssen, Psychologie, Philosophie, Deutsch, Musik. Mathematik. Es kommt so viel zusammen. Und ich schaffe es kaum, mich richtig zu konzentrieren. Ich werde es schaffen. Jetzt, nachdem ich den Führerschein komplett auf Juli verlegt habe. Um mich auf die Matura zu konzentrieren. Irgendwann in der Woche vom 18. – 22. Juni werde ich meine fünf mündlichen Prüfungen ablegen müssen. Und was kommt dann? Maturafeier mit den Eltern (in einem Gasthaus), Maturafeier in der Schule, Maturafeier in unserer Klassenparty-Location, Maturareise. Es lohnt sich schon irgendwie, sich jetzt noch einmal richtig reinzuhängen.

 

Das Wetter macht mich fertig. Nachdem ich schmerzhaft bemerken musste, dass meine Bankomatkarte in meiner bevorzugten Bank als defekt bezeichnet wird, da sie schon zu sehr beschmutzt ist, stellte ich mich eben an, um als nächster beim Schalter dranzukommen. Und da sah ich es. Die kommenden Temperaturen für den Bezirk Gmunden. Donnerstag 31°. Freitag 32°. Ich werde wohl zum See gehen müssen. Mit den ganzen Sachen zum Lernen. Mit einem Buch. Und nicht zum Seebahnhof, sondern zum Weyer. Damit mich niemand stören kann. Oder vielleicht lege ich mich auch einfach nur auf den Rücken, irgendwo auf einer unbefahrenen Straße, warte, bis der Asphalt aufschmilzt und mich verschluckt. Oder auf eine Wiese, warte, bis sie zu Brennen beginnt. Oder auf ein Brett, warte, bis ich selbst ausgetrocknet bin und total verdörrt mir den letzten Atemzug genehmige. Aber der See klingt doch irgendwie besser.