The Stories I Write

Hallo. Mein Name ist Dominik. Und ich habe ein Problem. Ich blogge.

Es hat bei mir lange gedauert, bis ich in den Genuss des World Wide Web gekommen bin. Erst vor vier Jahren war der regelmäßige Gang ins Internet für mich zur Möglichkeit der Flucht aus dieser Welt geworden. Und schon davor hatte ich dieses Problem. Ich schrieb. Tagebuch. Texte. Bücher. Geschichten. Schon damals war schreiben für mich etwas … Befreiendes. Schon damals offenbarte ich in den Texten meine Gedanken, meine Gefühle und meine Ängste. Nicht mit dieser sprachlichen Sicherheit wie heute, nicht mit denselben Worten, wie ich sie heute wähle. Aber ich schrieb.

Manchmal wundere ich mich, wie infantil meine geschriebene Sprache vor fünf oder sechs Jahren war. Mein Tagebuch sollte eigentlich mein Leben beinhalten. Und doch waren es nur gefüllte Seiten voll idiotischem Liebeskummer. Und ich schrieb so selten in diese kleinen Büchlein, dass die eine Liebe schon wieder vergessen war, und der neue Kummer sich auf ein anderes Mädchen bezog. Wenn ich jetzt darin lese, wundere ich mich kaum, warum … naja … früher alles so kompliziert war.

Doch ich entwickelte mich weiter. Die Texte wurden beinahe – ich möchte jetzt nicht sagen reifer – aber zumindest für mein Alter passender. Und dann begab es sich einfach zu der Zeit, dass mein Computer sich endlich mit dem Internet vertrug. Und mein Weg in die schier unendlichen Weiten des Netzes begann. Schnell hatte ich schräge Selbstbau-Homepages. Nur um mich selbst zu präsentieren. All das war für mich damals so kompliziert, nie und nimmer hätte ich viele Texte online stellen können. Und so lebte ich dahin, mit mehr als einem halben Dutzend verstaubten just4ikarus-Pages. Bis ich auf diesen einen Trend aufmerksam gemacht wurde. Bloggen nannten sie das im Fernsehen. Und im Internet schrieb auch jede größere Nachrichten- oder Informationsseite über diesen Hype. Online-Tagebuch nannten sie es. Und somit begann das, von dem ich mich jetzt nicht mehr losreißen kann.

Begonnen habe ich auf Blogigo. Ein einziger Eintrag. Doch als ich Blogger/Blogspot kennenlernte, zeigte er mir die Leichtigkeit des Seins. Und wie leicht es ist, wirklich ein Online-Tagebuch zu führen. Und so begann ich zu schreiben. Über mein Leben. Meine Lieben. Meine Ängste. Meine Gefühle. Meinen Schmerz. Und alle wussten sie davon. Die Meisten sagten mir sofort, dass sie dieser Art von Offenbarung für die gesamte Menschheit nichts abgewinnen können. Fragten mir, warum ich das nötig habe. Warum ich mit diesen Gedanken, diesen Problemen nicht zu meinen Freunden kommen könnte. Ich konnte es einfach nicht. Und ich kann es immer noch nicht. Ich kann über meine Gefühle nur sehr schwer reden. Selbst wenn ich Vertrauen zu jemandem habe, habe ich doch diese Angst, irgendetwas Falsches zu sagen. Und bei einem Gespräch auf verbaler Basis habe ich immer vor einer Sache Angst. Der Antwort. Nichts lässt mich öfter schweigen, als diese Angst.

Hier im Internet ist das nicht so. Hier schreibe ich. Veröffentliche es. Und vielleicht, dann und wann, bekomme ich einen Kommentar. Oder die Leute da draußen, sie reden mich auf diesen oder jenen Text an. Die Meinungen meiner Freunde sind immer noch gleich, wenn nicht sogar noch kritikfreudiger. Nachdem es zwei meiner Freundinnen einmal selbst versucht haben, und bemerkt haben, dass es nichts für sie ist, erfreuen sie sich immer mehr an einer Kritik an dem ganzen Blogging-System. Ohne überhaupt zu verstehen, wie wichtig mir das ganze ist.

Keiner meiner Freunde schreibt so gerne wie ich. Und ich bin auch anders als meine Freunde. In jedem Punkt. Und deswegen ist mir jedwede Kritik von ihnen einfach nur egal. Sie werden mich nie verstehen können. Sie werden nie erfahren, was das einfach für ein befriedigendes Gefühl ist, wenn man sein Online-Tagebuch hier führt, und so viele Menschen es lesen. Wenn man sein Leben mit so vielen Menschen teilt.

Nun ja, nach ca. 140 Einträgen bei Blogspot wechselte ich, aus Design-Gründen, zu WordPress. Und dort führe ich seit Ende Dezember meinen neuen Blog. 222 Einträge sind es mit dem heutigen Tag. Und ich sage es auch, ich werde es nicht aufgeben. Nicht heute. Nicht in den nächsten Tagen und Wochen. Das Bloggen und das Schreiben im Allgemeinen begleiten mich jeden Tag. Auch wenn ich weiß, dass auch hier viele nicht Freunde von Blogs sind: Ich wette mit euch, dass ihr trotzdem in verschiedenen Blogs liest. Einfach aus purem Interesse. So wie es meine Freunde tun. „Bloggen ist einfach nur doof.“, sagen sie. Und doch kennen sie jeden einzelnen Text von mir. Mir mag es recht sein. Ich schreibe den Blog nicht für sie. Nicht für euch. Sondern für mich.

Und ich lasse es mir nicht nehmen. Wer will, kann man ganzes Leben erfahren. Ich habe kein Gefühl von Scham, wenn es um geschriebene Gefühle geht. Ich schreibe so vieles und veröffentliche so vieles. Es ist doch einfach nur schön, in ein oder zwei Jahren zurückblickend durch die ganzen Blogs zu klicken. Zu sehen wie mein Leben war. Um zu vergleichen mit dem Leben, wie es jetzt ist.

Dann beginne ich noch einmal: Guten Tag. Mein Name ist Dominik. Und ich habe ein Problem. Ich habe viel zu wenig Zeit zum Bloggen.

Junimond

Es ist vorbei, bye, bye. Junimond. Es ist vorbei.

Sag mal weinst du? Nein, aber es ist mir wirklich nach Weinen zumute. Jetzt, als ich sehe, dass all die vermeintliche Liebe verflogen ist. Dass sie mich nicht mehr liebt. Dass sie jetzt neben einem meiner besten Freunde sitzt, mit ihm flirtet, die ganze Zeit mit ihm verbringt. Ja, ich hasse ihn. Für all das.

Und sie hasse ich auch. Was fällt ihr ein. Jeder wusste doch, dass wir zwei schon so lange eine Beziehung führen. Und du sitzt jetzt einfach neben ihm, während wir anderen alle gemeinsam einsam auf unseren Bus warten.

Wie du ihn nur ansiehst. Mit diesen Augen. Und jetzt. Jetzt hör ich dein Lachen. Dieses so schöne Lachen. Ich höre es. Und ich hasse nun auch den Bus. Er soll doch endlich kommen. Die Leute blicken mich schon an, und fragen sich sicher, wie ich wohl reagieren würde.

Aber ich werde nichts tun. Was soll ich denn schon tun? Ich. Dieser kleine mickrige Junge. Schüchtern. Und immer im Mittelpunkt stehend. Lustig. Und dann zeitweise wiederum so uncool. Was soll denn ich schon tun. Ich will doch einfach nur, dass dieser blöde Bus kommt. Er uns abholt, und wir endlich wieder zuhause sind. In unserer Herberge.

Ja, ihr habt euren Spaß, nicht nur ihr zwei, auch all die anderen. Ihr habt euren Spaß hier. In dieser uns unbekannten Gegend. Alles ist toll. Doch ich weine leise Tränen, still in mich hinein. Warum denn nur? Warum macht sie das. Warum nur er. Er, der sich mein Freund nennen will. Jetzt sehe ich ihn an, und schon sehe ich all die Dinge, die ich an ihm hasse. Und sie … nein, sie kann ich nicht hassen. Es ist irgendetwas zwischen uns, das uns schon so lange zusammengehalten hat.

Doch es scheint trotzdem vorbei zu sein. Da kommt er. Der Bus. Dieser beschissene Bus, der mich hier einfach unter dieser Regenwolke hat stehen lassen, inmitten all des Sonnenscheins. Hier bist du also. Schnell steige ich ein. Ich setze mich möglichst weit weg. Weg von diesen Menschen. Die eine, die ich immer meine Freundin nannte, und der andere, der sich mein Freund nennen durfte. Vergesst mich. Und ihr alle hier, vergesst mich. Ich bin zu nichts zu gebrauchen. Nicht jetzt. Lasst mich in Ruh. Spricht mich nicht an.

Endlich kommen wir an. Immer und immer wieder habe ich sie ansehen müssen, wie sie nebeneinander sitzen, wie du lachst, wie er lacht. Ich hasse seinen Lacher. Aber dich …

Die Menschen strömen aus dem Bus. Ich bewege mich ganz langsam, nehme meinen Rucksack und steige aus ihm aus. Ich hasse dieses Wetter. Diese Woche. Ich hasse alles. Ich will doch einfach nur alleine sein. Alleine in diesem Zimmer. Ihr wollt alle noch baden gehen, in diesem kleinen Pool unserer Herberge. Ja, habt ihr nur euren Spaß. Ich will ihn nicht haben. Ich habe etwas anderes zu tun.

Und so hole ich mir den Schlüssel, gehe in das dritte Stockwerk, stehe vor der Tür, in der sechs Leute für eine Woche wohnen. Ich sperre auf. Niemand drinnen. Schon klar. Und ich drehe den Radio auf. Lege mich ins Bett.

„Es ist vorbei, bye, bye … Junimond. Es ist vorbei, bye, bye“. Als ich diese Zeilen höre, dieses neue Lied von Echt, ziehe ich mich unter meine Bettdecke zurück, und weine einige wenige Tränen in den Polster. Das Lied läuft sich zu Ende. Und ich möchte am liebsten in Selbstmitleid versinken. Sofern ich es noch nicht bin. Doch es klopft.

Jetzt kommen sie, meine Zimmerkameraden. Mit nassen Haaren, völlig happy. Wo ich denn war, fragen sie mich. Ach, mir ging es nicht so gut, sagte ich ihnen. Auch er lag in meinem Zimmer. Er. Dieser Arsch. Ich rede kein Wort über dieses Thema mit ihm. Mit niemanden. Ich lasse es mir nicht ankennen. Wen interessiert denn das schon?

Du hast mich nie wieder so angesehen, wie du es schon einmal tatest. Es wurde nie wieder das, was es einmal war. Jetzt sehe ich dich auch nicht mehr wieder. All das geschah im Sommer 2000. Im Juni. Schulwoche in einem kleinen Ort. Ich war zwölf, du auch. Wir waren eine so genannte Sandkastenliebe. Lagen schon nebeneinander im Gitterbett. Wuchsen miteinander auf, da du die Nachbarin meiner Oma warst. Wir haben so viel erlebt. Haben eine so lange gemeinsame Vergangenheit. Und du warst meine erste Liebe. Selbst wenn man das schon Liebe nennen kann.

Wir haben uns nie geküsst. Haben nie etwas Beziehungsähnliches gemacht. Schon klar, wir waren zwölf. Und doch waren diese Liebe zu dir, diese Abfuhr und dieser Liebeskummer etwas, das mich mein bisheriges Leben verfolgt hat. Du hast es irgendwie verändert. Ich wäre nicht die Person, die ich heute bin, wärst du nicht gewesen. Wär das nicht gewesen.

Und immer noch, wenn unser Radio den Song „Junimond“ spielt, sing ich noch mit. „Es ist vorbei, bye, bye, Junimond“ … ich liebe dieses Lied. Und scheinbar ist dieses Lied das einzige, was mir aus diesem Jahr geblieben ist. Dich sehe ich kaum mehr, und wenn, dann wissen wir nicht was wir reden sollen. Und er. Er war wahrscheinlich noch nie ein richtiger Freund von mir. Auch ihn habe ich aus dem Blick verloren.

Was mir bleibt ist die Erinnerung. An den Stadtrundgang, an das Schwimmbad. An dieses Warten auf den Bus. Und an den Abschlussabend. Mit den Bomfunk MCs, mit Otto Waalkes und mit dir. Dir und ihm.

Doch … es ist vorbei, bye, bye, Junimond.

A Whisper

 

Du hast mich enttäuscht. Ich wollte dich hassen. Ich wollte dich nie mehr wieder sehen. Ich wollte nie wieder etwas von dir hören. Aber ich schaffe es noch nicht einmal, dich nicht mehr zu lieben

TEXT: DOMINIK LEITNER, www.neon.de

210 Tage. 5040 Stunden. 302400 Minuten. 18144000 Sekunden. 57 % eines ganzen Jahres. Ungefähr 3 Prozent meines ganzen Lebens. So lange hast du es mit mir ausgehalten. So lange habe ich es mit dir ausgehalten. So lange habe ich dich unendlich geliebt. So lange Zeit war ich dein. So lange waren wir eins. Bis eben diese Zeit vorüber war. Dann war es vorbei.

Ich wünschte mir, dass es dir schlecht geht. Ich wünschte mir, dich nie mehr sehen zu müssen. Ich wünschte mir, nicht um dich weinen zu müssen. Ich wünschte … ach, ich wünschte mir so viel. Ich wünschte mir auch, dich hassen zu können. Aber ich schaffe das alles nicht. Ich schaffe so vieles nicht, was ich mir vorgenommen habe.

Ich habe mir vorgenommen, dich nie mehr gehen zu lassen. Dich nie schlecht zu behandeln. Dich zu umsorgen. Für dich zu leben. Aber du hast all das zerstört. Du warst es, die mit all dem Schluss gemacht hat. Mit mir Schluss gemacht hat. Du warst diejenige, die sich getraut hatte, unter eine komplett verkehrt verlaufende Rechnung einen Schlussstrich zu ziehen. Du hast es gewagt. Hast es realisiert. Aber lasse mich bitte die Rechnung zusammenrechnen …

Unser erster, schüchternder Kuss, am See. Unser verliebtes Umherrennen. Unser gemeinsames Ausloten der elterlichen Grenzen. Unsere Erfahrungen. Unsere Streitigkeiten. Unsere Liebe. Unsere Zweifel. Unsere Träume. Unsere Realität. Unsere sechs Monate voll Zweisamkeit, Liebe, versuchte Ehrlichkeit und verdammtem Rollenspiel. Du glaubtest nie, du selbst sein zu können. Ich glaubte, nur bei dir ich selbst sein zu können. Unsere Telefonate. Unsere gemeinsam verlorenen Tränen. Unser Lachen. Unser Zusammenkommen. Unsere Trennung.

Ergibt … nach … Adam Riese … Unsere Geschichte.

Ich wollte nie um dich weinen. Und selbst bei unserem Telefongespräch an jenem Sonntag kamen mir fast die Tränen. Okay, ich bin nah am Wasser gebaut, weine bei Philadelphia oder Garden State … aber diesmal war es anders. Ich wollte nicht weinen. Ich war nicht darauf gefasst. Genauso wie bei dem Lied „Fairytale Gone Bad“ oder „Chasing Cars“. Verdammt. Ich wollte nicht um dich weinen.

Hach, was habe ich gebloggt. Habe geschrieben, dass du längst vergessen bist. Dass ich bereit bin für neue Beziehungen. Dass ich mich von dir und dieser kleinen Trennung nicht unterkriegen lasse. Ich habe gesagt, ich verschwende keine unnötigen Gedanken mehr an dich. Keine unnötigen Worte. Keine unnötigen Tränen. Und doch habe ich immer an dich gedacht. Immer über dich geschrieben. Immer wegen dir geweint.

Ich war enttäuscht. Enttäuscht deswegen, da ich damit nicht gerechnet habe. Damit, dass du die Realität kapierst. Dass du mit dieser Realität nicht mehr umgehen kannst. Dass du dein Leben in die richtigen Bahnen kriegen möchtest. Und ich dich dabei behindere. Ich war bitterlichst enttäuscht. Überrascht. Überwältigt.

Meine Gefühle spielten verrückt. Ich glaubte, also, ich redete es mir ein, dass das Single-Leben so schön ist. Dass nichts besser sein könnte. Dass ich mich von sowas nicht unterkriegen lasse. Von Sowas … von 3 Prozent meines Lebens. Von meiner ersten großen Liebe. Von meinen ersten Gehversuchen im Paartanz. Ich wollte dich hassen. Und gleichzeitig wollte ich dich in die Arme schließen. Wollte dich küssen. Und wollte dich von mir wegstoßen. Wollte dich nicht mehr sehen. Hätte aber so gern etwas von dir gehört.

Jetzt weiß ich es … ich kann das ganze nicht einfach so vergessen. Jede Träne, die meine Augen verlässt, hat es verdient, beachtet zu werden. Jeder Gedanke an dich ist nicht umsonst. Du warst ein so wichtiger Teil meines Lebens. Und für … verhältnismäßig lange Zeit. Ich kann dich nicht einfach so vergessen. Ich kann nicht alles einstellen. Nur weil es scheinbar „vorbei“ ist. Vielleicht ist unsere Beziehung vorbei. Aber die formale Trennung geht um einiges leichter, als die Trennung im Geiste. Mir ist schon klar, dass wir nicht mehr ein Paar sind. Aber ich würde trotzdem keinen Tag überstehen, ohne an unsere gemeinsame Vergangenheit zu denken. Ohne „Linger“, „Goodnight Hollywood Blvd“ oder „Hier kommt Alex“ zu hören.

Ich möchte dich gar nicht mehr vergessen. Du warst ein Bestandteil meines Lebens. Du wirst ein Bestandteil meiner Geschichte bleiben. Und vielleicht schaffen wir es auch, dass wir Freunde werden.

Ich Hasse Dich

Diesen Text habe ich gerade auf meinem PC gefunden. Ich habe ihn im September 2005 geschrieben, während dem großen Streit zwischen Elli und mir. Interessant … ja, jetzt ist er eigentlich nur noch …. Interessant.

Ja,es geht mir beschissen

Ja,es ist wegen dir

Doch davon willst du nichts wissen

Sonst wärst du sicherlich hier

Bei mir

Ich finde es ungerecht, dass du es so hinstellst,als wäre ich daran schuld, dass es dir beschissen geht. Ich denke, du hast viel selbst dazu beigetragen, dass es dir jetzt so geht, wies dir geht. Was ist überhaupt passiert, dass es jetzt so ist, wie es ist. Ja, es ist beschissen. Ja, es scheint leicht besser zu werden. Und ja, ich glaube, dass es bald wieder schlechter wird. Warum ich das glaube? Weil du wieder wegen einer kleinen Kleinigkeit, wegen etwas, was du falsch verstanden hast, auszucken wirst, nicht mehr mit mir sprechen wirst, dich von mir abwenden wirst.

Es ist falsch, nur dem anderen die Schuld zu geben, und einen Song, der den Refrain „Ich hasse dich“ beinhaltet, einem besten Freund (ich hoffe doch, dass wir immer noch allerbeschte Freunde san) zu widmen, oder sagen mir auf ihn abzuzielen ist irgendwie schon gemein. Mir gehts auch ned unbedingt super. Okay, mir gehts auch beschissen. Aber ich finde es einfach ungerecht, dass ich an unsere Misére schuld bin. Du willst doch immer alles von mir wissen, du gibts niemals ruhe, wenn ich etwas vor dir verheimliche. Und, das, was ich vor dir verheimliche, ist eigentlich keine große Sache … ich bin mir nur bewusst, dass du da vollkommen anderer Meinung bist. Und deswegen kann ich einfach nicht mit dir drüber reden. Und weißt du, warum ich letzten freitag nicht gekommen bin? nein, nicht weil es mich nicht gefreut hat … sondern aus trotz. Über zweite zu erfahren, dass etwas bei dir ist … und dann mich so fragen, als ob das e selbstverständlich wäre, dass ich es wissen müsse … nein, das brauchte ich sicher nicht.

Ich weiß nicht genau, was das Problem zwischen uns zurzeit ist. Vielleicht unsere Vergangenheit, vielleicht auch der Ausspruch über „ich habe dich während der zwei wochen vermisst“ … „ähm … hust …“ . Wenn es letzeres ist, dann hast du mich einfach falsch verstanden. Ich bin einfach nur der Meinung, dass uns dieser Abstand gut getan hat … du siehst es ja, wie es ist, wenn wir aufeinander treffen. okay, früher war das anders. früher war alles besser. früher waren wir freunde, freunde fürs leben, freunde, die keiner trennen konnte, freunde, über die man sprach, freunde, von denen jeder wusste, dass sie freunde sind. Einfach Freunde, wie man sie sich eigentlich nicht besser vorstellen konnte. doch dann ist es halt passiert … 8 … 9 mal … es war dann mehr als freundschaft. es war liebe, liebe, die aber über die freundschaft hinausging, und dir aber zu wenig für eine beziehung war. das wollte ich nicht. wie ich dir schon einmal sagte, ich wäre für eine beziehung aufgeschlossen gewesen …. ich schon. Aber wenn es so geblieben wäre, wie es war, dass hätte ich nicht länger ausgehalten.

was ich jetzt will, ist freundschaft. Freundschaft wie wir sie schon einmal hatten. Freundschaft, die auch bei kleinen auseinandersetzungen höchstens zu einem lachanfall führt (ja, so war es einmal bei uns). Ein freundschaft, die keiner trennen kann … außer wir selbst. und ich muss dir sagen, du bist mir wichtig. du bist sicherlich eine der wichtigsten personen in meinem leben. aber ich muss auch vor dir geheimnisse haben können. ich muss auch neben dir einen kumpel haben können, mit dem ich vielleicht darüber schon rede, was ich dir verheimliche. du musst einfach verstehen, so, dass es nur dich, und sonst keinen gibt, so ist es sicherlich nicht. ich bin ein mensch, der freunde braucht. Ich habe dich, als meine wichtigste freundin vielleicht sogar schon verloren. aber ich brauche dich, ich brauche dich, genauso wie ich meine dani, meine andi oder meinen datsch, meinen lucky brauche. jemanden, der zu mir hält, der mich stützt, der mit mir lacht … oder der einfach mit mir spricht.

du weißt, dass es für mich das schwerste ist, wenn jemand nicht mit mir spricht. und ich finde es deswegen auch eine so unglaubliche gemeinheit, als du einige stunden kein wort mit mir gewechselt hast.

Aber ist es eigentlich nicht traurig, wie sich alles entwickelt hat. Von einer normalen Freundschaft (schuljahr 2003/04) zu einer unglaublichen Freundschaft (04/05) hin zu einem kompletten chaos. streiten wir uns denn nicht über die kleinsten dinge. über dinge, die uns in einer unglaublichen Freundschaft gar nicht besorgt hätten, oder über die wir normal hätten reden können. ja, zeiten ändern sich, aber ich denke nicht, dass menschen sich so ändern können. ich glaube, ich habe mich nicht verändert … außer, dass ich jetzt neben dir einen vergleichbaren Freund, die dani habe. Mit der ich auch über alles rede, mit der ich auch gerne Zeit verbringe, mit der ich auch fast täglich telefoniere, ICQe … das hat sich meinerseits geändert, aber wenn dich das stört, denke ich, dass du wirklich ein Problem hast. Denn dann würde ich mich sicherlich sehr eingeengt fühlen, wenn du von mir verlangen würdest, dass ich auf meinen kumpel verzichten solle.

wir sind auch alle nur menschen. menschen. keine instinktfolgenden tiere, gehirngesteuerte menschen sind wir. und gerade deswegen fällt es uns vielleicht so schwer, einen streit wieder abklingen zu lassen. weil wir mit aller gewalt versuchen, unseren willen durchzusetzen. ich denke, wir beide sind riesige sturköpfe. wir wollen unser ding durchsetzen … aber was wollen wir eigentlich.

Ist es nicht so, dass wir beide eine Freundschaft wie früher wollen? Eine so geniale Freundschaft wie früher? Wo wir über alles sprechen, über naja, fast alles … wo wir auch geheimnisse voreinander haben konnten, wo wir auch einmal mit jemand anderen zeit verbringen konnten, wo wir auch einmal etwas falsches sagen konnten, oder falsch verstehen konnten. wo nicht jeder kleinste kritikpunkt am anderen zu einem zoff führt, wo dann eine woche nicht miteinander gesprochen wird.

Denn da alle liebenden innerlich noch Kind,

Und da die die reinen Herzens handeln unsere grössten helden sind,

Rett‘ ich die Welt mit deiner Liebe in mir,

Denn ich bin für dich da, nein ich bin wegen dir hier,

Da dir die Fähigkeit zu lieben geblieben ist,

und die Kraft zu Vergeben ein Bestandteil deines Lebens ist,

wurde ich erweckt und was tief in mir schlief,

Führt nun Feder und schreibt dir diesen Liebesbrief.

Die Kraft zu vergeben … haben wir die? dass wir die fähigkeit zu lieben verleiht bekommen haben, wissen wir. vielleicht auch die fähigkeit zu hassen, aber können wir auch vergeben? und haben wir jemals versucht, mit reinem herzen zu handeln? Und es stimmt, ich bin für dich da, ich bin wegen dir hier. Ich schreibe diesen langen eintrag, weil es mir einfach so wichtig ist. Ich will dich nicht verlieren, ich will wieder ein normales verhältnis mit dir haben. Ich will wieder geheimnisse haben können, ich will wieder dein bester freund sein, ich will wieder der mann ein deiner seite werden. einer, der mit dir am 4. mai nacktbadet, oder einer, der im SB unter der Dusche (SB) macht … oder einer der in deinem bett liegt, Coldplay horcht, und lächelnd daran zurückdenkt, was bei dem song schon alles passiert ist. wir haben viel erlebt, vielleicht bzw. wahrscheinlich zu viel. aber wie gesagt, können wir auch vergeben? haben wir die kraft dazu

Oder willst du einfach nicht. Reicht es dir? willst du jemand anderen als besten freund. dann bitte ändere den Song in deinem „Über mich“ text. Und eines möchte ich dir noch sagen, das „Das beste“ von silbermond, als ich das zum ersten mal hörte … ich dachte nicht an dich. und jene, an die ich gedacht habe, darum geht es auch in meinem geheimnis. als denk einmal nach, wann ich mit diesem song angefangen habe …

ich kann mir schon vorstellen, dass du wissen willst, warum es mir zeitweise schlecht geht (leider vor allem am wochenende) … aber das ist etwas, mit dem ich mit mir bedenken will, bzw. wo ich mit da dani spreche.

ich hoffe du liest diesen text, ich hoffe du verstehst diesen text, ich hoffe du nimmst diesen text ernst …. und ich hoffe weiters, dass unsere freundschaft wieder zu dem wird, was sie schon einmal war.

We Used To Be Friends

 

Wir waren unzertrennlich, doch du zogst weg. War trafen uns endlich wieder, doch du kanntest mich nicht. Weißt du überhaupt noch wer ich bin?

TEXT: DOMINIK LEITNER, www.neon.de

Seit Jahren gab es 1998 wieder einmal eine reine Jungenklasse in meinem Gymnasium. Ich mittendrin. Und du. Wenn ich dich nach den ersten Wochen unschuldigen Kennenlernens ansah, ich mit dir sprach, dann fühlte ich mich wohl. Du warst mein Freund, mein bester. Wir haben uns zwar nie außerhalb der Schule getroffen. Aber wir haben uns gegenseitig den Schulalltag versüßt. Beide frech, beide unaufmerksam, beide humorvoll. Wir waren sozusagen seelenverwandt … ich weiß, dieser Ausdruck wird viel zu oft benutzt, aber ich glaube dieses Mal trifft er zu … wir waren unzertrennlich. Uns verband eine Art freundschaftlicher Liebe zueinander. Gemeinsam waren wir stark. War einer von uns krank, fehlte dem anderen etwas.

Doch dann zogst du weg, weit weg, viele Kilometer von mir entfernt, deine Mutter holte dich zurück zu sich. Du gabst vielen Leuten deine Telefonnummer, damit wir dich anrufen konnten. Über die Ferien hatte ich sie verloren. Ich habe dich nie angerufen. Nie. Ich bemühte mich selbst zwei Jahre später noch, um an deine Nummer zu bekommen. Aber ich habe dich nie angerufen.

Oft dachte ich an dich, und selbst jetzt, acht Jahre später denke ich immer noch oft an dich, wenn ich über Freundschaft und Freunde nachdenke. Du warst mir so wichtig, in diesem einen Jahr. Wie konnte ich nur alles so leicht aufgeben? Diese Freundschaft hätte sicher viele Jahre, trotz der Entfernung gehalten, wenn ich mir mehr Mühe gegeben hätte. Oder auch wenn du …

Vier Jahre später traf ich dich wieder. Ich erkannte dich sofort, als du vom Steg in den See sprangst. Du hattest noch immer das gleiche oder zumindest die Züge des 10-jährigen Freundes, den ich verloren hatte. Ich wusste deinen Namen, traute mich aber nicht, dich anzureden. Vielleicht würdest du es mir vorwerfen, dass ich mich nicht gemeldet habe. Vielleicht würdest du mir vorwerfen, dass ich daran schuld bin, dass unsere Freundschaft zerbrach.

Unter irgendwelchen Umständen sprachst mich glaube ich dann du an. Meinen Namen wusstest du nicht mehr. Wusstest auch nicht mehr genau, woher du mich kanntest. Wir tauschten wieder Nummern aus. Du wohntest wieder in meiner Umgebung. Und trotzdem meldeten wir uns nie. Trafen uns nie allein.

Die Jahre vergingen wieder, und im Jänner des letzten Jahres begann ich mit meinem Führerschein. Und als ich nach dem dritten Modulvortrag wieder ins Büro, ins Wartezimmer ging, wen sah ich? Dich. Kaum verändert. Gewachsen. Immer noch das gleiche Lächeln. Ich dachte wieder zurück. Ich vermisste die Freundschaft zu dir jeden Tag. Wir redeten, den typischen Smalltalk. Du wusstest immer noch nicht, dass wir einmal beste Freunde waren. Ich war nur einer von denen, mit denen du einmal in die Schule gegangen bist … mehr nicht.

Als ich meiner jetzigen besten Freundin davon erzählte, begann sie mit einer Geschichte, die ich kaum glauben konnte. Sie hatte einmal etwas mit dir. Und sie wisse, dass du viel zu sehr in den Drogensumpf abgedriftet bist. Dass du mehr als nur leichte Drogen konsumierst.

Ich finde es schade, dass wir uns schon so bald kennengelernt haben, denn je älter ich wurde, desto wichtiger wurden mir auch Freunde. Ich hätte dich nicht mehr losgelassen. Ich hätte dich vielleicht davor bewahren können. Wir könnten vielleicht immer noch Freunde sein. Beste Freunde vielleicht. Aber wir sind es nicht.

You Don’t Know Me At All

 

Wir werden wohl nie Freunde sein. Aber leider sind wir dazu verpflichtet, Geschwister zu sein.

TEXT: DOMINIK LEITNER, www.neon.de

Du bist die wohl einzige Person, die ich im Moment wirklich hassen möchte. Obwohl es dann doch wieder nicht geht. Ich bin mit dir verwandt, du bist meine Schwester. Gibt es da nicht auch irgendwie eine Sache mit bedingungsloser Liebe? Zumindest kann ich dich kaum leiden. Aber warum?

Du bist zweieinhalb Jahre älter als ich. Wohnst seit einige Monaten wieder bei uns. Es scheint so, als hättest du schon so viel in deinem Leben erreicht, so viel gesehen, so viel erfahren. Doch eigentlich bist du noch gleich dumm wie früher.

Das einzig gute, was du in deinem Leben zustande gebracht hast, ist dein Sohn, mein Neffe, jetzt acht Monate alt. Mit deinem Freund, meines Neffen Vater ist es kurz vor der Geburt wieder auseinander gegangen. Du hast jetzt einen neuen Freund. Schmiedest mit ihm schon wieder Pläne für die Zukunft.

So viele Jahre sind vorübergegangen. Fast 19 Jahre habe ich dich nun als meine Schwester. Und so viele Streite sind bisher entstanden. So viele sind ausgeartet. Wir haben uns geschlagen, gekratzt, uns gegenseitig bedroht, Dinge gemacht, die man eigentlich in unserem Alter nicht mehr machen sollten. Und es wird nicht besser. Du verstehst keine Kritik, und ich ebenso nicht.

Wir sind jetzt, im Alter von 18 und 21 immer noch die gleichen verbohrten Hohlköpfe, wie wir es schon immer waren. Keiner von uns will nachgeben, jeden frisst der Neid, jeder ist eifersüchtig.

Aber warum musst du mir immer das Gefühl geben, ich sei nichts wert. Ich würde das Abitur (in Österreich die Matura) nicht schaffen. Ich sei sowieso nur ein Vollidiot, der nichts zusammenbringt. Warum stellst du dich immer so hin, als würdest du alles besser wissen. Und warum redest du trotzdem mit mir, selbst wenn ich es tagelang vermieden habe, dich anzusprechen …

Ich versuche dich nicht ernst zu nehmen, doch es gelingt mir kaum. Ich bin enttäuscht. Enttäuscht von dir. Enttäuscht, dass nicht einmal meine Schwester mir etwas zutraut. Dass meine Schwester nicht hinter mir steht. Dass in meiner Familie nur meine Mutter die Ansprechpartnerin für alles ist.

In so vielen Familien sehe ich genau das, was ich auch bei uns gern sehen würde. Dass wir Freunden wären. Leute, die über alles miteinander reden. Leute, die vielleicht auch mal längere Zeit damit verbringen, ohne dass irgendjemand ausrastet und mit Sachen um sich wirft. Vielleicht gibt es ein Problem. Ich bin dein kleiner Bruder, du bist meine Schwester. Wärst du mein Bruder, ich glaube, da würde vieles leichter sein.

Ich möchte dich gerne besser kennen lernen, ich möchte, dass wir zumindest als normale Geschwistern miteinander leben können. Vielleicht schaffen wir das irgendwann. Freunde werden wir wohl sowieso nie …

Welcome To The Black Parade.

ich habe in den letzten tagen immer viel zu wenig geschlafen … von montag bis dienstag eine halbe stunde, und jetzt dann immer „nur“ 6 stunden. eigentlich wollte ich gerade meinen verloren gegangenen schlaf nachholen. doch nun habe ich einige meiner word-dateien durchgelesen … und bin auf die texte „ich hasse dich“ und „in the arms of sleep“ gestoßen. und deshalb habe ich beschlossen. den längsten eintrag in der geschichte dieses blogs zu schreiben. über was? mein leben.

es ist die zeit des advents. die von vielen so glorreich als zeit der ruhe propagierte zeit des wohl vorprogrammiertesten streites. in der adventszeit ist die agression und die lust zu streiten um einiges höher als in allen anderen zeiten vorher oder nachher.

ich habe mich ja bekanntlich mit meinem vater gestritten, habe danach 3 wochen kein wort mit ihm geredet … dann wollte ich eigentlich nur wieder „hallo“ und „morgen“ oder „tschüss“ sagen. weil ich viel mit meiner mama geredet habe, und sie mir gesagt hatte, dass auch er es irgendwie wieder wünscht, dass wir wieder zumindest etwas miteinander reden. und ich wollte es anfangs gar nicht. diese wenigen worte zu sagen. aber … ich tat es. nach einigen tagen war wieder alles normal. wir sprachen „fast“ normal.

aber gestern habe ich mich wieder mit ihm gestritten. wieder einmal. ich hasse ihn. er ist eines der größten arschlöcher, die ich je auf dieser welt gesehen habe. und leider ist er auch … mein vater. oder nein, nennen wir ihn „erzeuger“, „produzent“ … obwohl ihm das doch schon wieder zu viel zuspricht. ein vater war er nie. er hat es vielleicht des öfteren versucht. aber … er hat es nie geschafft.

ich rede wieder nichts mit ihm, und ich möchte das jetzt auch mehr wochen, und monate durchziehen. ich dachte, er sollte etwas lernen, er sollte begreifen, dass er nicht handgreiflich werden kann gegen mich (nein, er hat mich nicht geschlafen, er hat mich nur brutal gegen die wand gedrückt, zu einem zeitpunkt, wo ich noch gar nicht wusste, was der sinn dieses streites war). er hat nichts gelernt. und er legt auch nicht darauf wert, dass ich mit ihm rede.

okay, familienteil 4 – mein papa: arschloch …

so, nun zu meiner schwester. sie ist dumm, beschissen und absolut unreif. ich darf von unreife nicht reden, ich bin 18 und drehe solche filme wie „adi tschetin superstar auf dem bauernhof“ … aber trotzdem … meine schwester ist 21, hat ein kind … aber nichts dazugelernt. sie ist dumm wie zuvor. und sie hat mit sicherheit einen niedrigeren intelligenzquotienten … tut mir leid, das klingt jetzt vielleicht hochnäßig von mir, aber sie wirkt auf mich einfach nur … dumm. mit ihr streite ich mich auch einigermaßen oft … und ich rede nur mehr die wichtigsten worte.

familienteil 3 – meine schwester: arschloch, dumm

nun zum timi. er ist der sonnenschein in unserer familie. immer gut aufgelegt. meistens ein lächeln auf dem gesicht. immer für einen spaß zu haben. und er mag mich, auch wenn er mich heute in die nase gekratzt hat. er mag mich, meine haare, meine brille (wenn ich sie auf habe), mein la-le-lu … mich. er ist wahrscheinlich noch zu klein. deswegen mag er mich.

familienteil 2 – mein neffe: noch zu klein um mich zu hassen

und nun zu meiner mama. sie ist … die konstante in der familie. sie trägt die lasten aller, jeder lässt seinen frust an ihr aus. sie kann sich meistens nicht mehr helfen, und oft anerkennt man ihre arbeit, ihr leben nicht. sie lebt für die familie. nicht so wie teil 4 und 3. sie ist die familie. wenn ich ein die „familie leitner, kufhausstraße“ denke … dann fällt mir zuerst meine mama ein. mein papa und meine schwester sind beiwerk. sie sind nicht unbedingt nötig. wenn sie nicht da wären, würde es auch nicht auffallen. aber ja, meine mama … wirft mir jeden streit mit meinem papa vor. jeden streit mit meiner schwester. ich streite mich auch oft mit ihr. aber das wird immer wieder passend. ich möchte nicht meine mama sein. ein solch schweres leben, wie sie hat … das möchten nur die wenigsten haben.

familienteil 1 – meine mama: die familie

und nun möchte ich zu meinen freunden kommen. fangen wir einmal bei denen an, mit denen ich fast täglich kontakt habe.

lukas … ihr kennt ihn ja. wir kommen uns schon öfters in die haare. aber wir sind auch schnell wieder draußen, was bei dem haarvolumen vom lucky doch sehr überrascht.

stefan … mein linker, linker platz ist frei … 😉 … er ist mr. gehirnaussetzer nr. 1 … und wir schreiben gerade immer die gleichen schularbeitennoten, geben matheschularbeiten zur gleichen zeit ab (80 minuten zu früh) … zurzeit die wichtigste männliche person in meinem engsten freundeskreis. nichts für ungut lukas, aber mit dem stefan gehts einfach besser.

elli … ja, meine beste freundin. ja … immer noch. jetzt, wo wir wieder eine wunderbare freundschaft haben … mit sinnlosen lachanfällen, dreharbeiten zum näga … und … tollen gesprächen über alles … das wunderbare sonntags-nachmittags-gespräch.

rosa … immer öfter sehe ich sie jetzt. immer wichtiger wird sie mir. der kreis, der freundeskreis … sie kommt noch weiter hinein. das finde ich schön …

laura … mit ihr habe ich mich gestern gestritten. ich war leicht reizbar, bin es immer noch, ich bin gerade nicht sehr gut drauf. aber ja, es ist cool mit ihr über alles und jeden 😉 zu reden …

andrea … auch mit ihr habe ich mich gestritten. nun passt wieder alles … das gute, ich kann nie jemandem lange böse sein. die wichtigste montags-kino-film-schauerin … 😀

und nun zu den leuten, mit denen ich mehr zu tun hatte, wo aber der kontakt bis auf wenige momente abgebrochen ist.

susi … wann haben wir uns eigentlich das letzte mal so richtig gesehen. wann sind wir zum letzten mal zum reden gekommen. alleine. wie geht es dir eigentlich. was machst du die ganze zeit. gibts dich überhaupt. ich finde es extrem traurig, dass gerade du jetzt irgendwie … ja, ich hasse es, das der sommer vorbei ist. dass wir nicht mehr am see liegen können. das … der sommer meines lebens vorbei ist. ich vermisse dich.

magdi … die schule verhindert irgendwie alles, der kontakt zu vielen freunden bricht ab. obwohl ich das überhaupt nicht will. doch obwohl es besser zu werden schien, wir wieder einmal ein langes gespräch hatten, ist jetzt schon wieder viel zu lange eine flaute. ich hoffe, das wird wieder.

das sind meine wichtigsten freunde. auch mit dem zachi ist es irgendwie gebrochen. mit der lea. mit … so vielen leuten, die im sommer alles für mich waren. die meine familie waren. aber vielleicht musste das ja auch so kommen, wie es in meiner familie passiert ist …

nun zu meiner liebe. es gab probleme. wahrscheinlich / vielleicht gibt es die noch immer. ich … ach vergessen wir das ganze. es gab riesige probleme. hoffentlich passt jetzt wieder alles. ich liebe dich, maria … if i lay here, if i just lay here, would you lie with me and just forget the world … 😉 …

schule. okay, 6 schularbeiten … davon 2 positive. deutsch, 5 und 2. französisch 5. latein 5. mathe 5. englisch 3. super, oder? chemie? 5. physik? glaube ich auch 5. das leben ist schön. ich möchte, dass wieder sommer ist. dass wieder ein sommer wie dieser ist. ich möchte wieder leben können. ich möchte wieder ich sein können. ich möchte lebe.

was könnte ich nocht schreiben. ich versuche einmal eine geschichte.

„i don’t love you“
er gab ihr einen kuss auf die wange. und ging. ohne sich umzudrehen. sie blieb stehen, presste die lippen fest zusammen und eine träne bildete sich in ihrem auge. langsam ronn sie die nase hinunter, die oberlippe und wurde schließlich von ihrer hand weggewischt. hatte er das wirklich gesagt? wie konnte er das nur. was fällt ihm denn überhaupt ein. ihre b
eine knickten ein. sie brach förmlich zusammen. und als sie ihr gesicht in ihre hände warf begann sie zu weinen …

er ging weiter. konnte nicht fassen, was er da gesagt hatte. sollte er noch einmal kehrt machen, sollte er seinen ausspruchen revidieren, sollte er sagen, er habe es nicht so gemeint? konnte er sie in diesem zustand alleine zuhause lassen. er stieg auf sein moped auf, setzt sich den helm auf, und fuhr los. er wollte nicht nachhause. mit seinem zuhause verband ihn nichts mehr. er hatte das bekannte „garden-state-gefühl“ … das gefühl, dass man irgendwann einmal in seinem leben fühlt. das gefühl, in dem man denkt, dass sein zuhause, das wohlbehütete zuhause, nicht mehr seine heimat ist. der er nicht mehr willkommen ist. so in der art ca. dieses gefühl hatte er schon lange. aber er musste dort wohnen bleiben, wie sollte er sonst über die runden kommen.

wo sollte er hinfahren? er wusste es nicht. und doch fuhr er los. schließlich blieb er an einem kleinen see stehen, stieg ab, legte seinen helm daneben hin. und ging zu diesem see hin. ein steg war dort. und er ging auf ihn zu. niemand außer ihm war zu sehen. rechts von ihm war ein volleyballplatz. doch er war leer und zugedeckt … es war halt doch schon herbst. zwei bänke versperrten den weg zum steg, aber mit etwas geschicklichkeit konnte er rundherumgehen. als er endlich am steg angekommen war, dachte er zurück. an den sommer. an sein „normales“ leben, jenes vor 4 monaten. die zeit von mai bis september, wo seine heimat der see war. wo er abwechselnd eigentlich bei verschiedenen freunden wohnte. die zeit, in der sein leben noch lebenswert war, in dem er seine freunden fast täglich sah. in den tagen, in denen die beziehung noch so frisch war, dass jeder tag etwas neues gebracht hat. jetzt war es so, dass sie sich nur noch wenige tage gesehen haben. vielleicht einmal in der woche. und dann waren sie auch nicht allein. manchmal freute er sich auf einen tag mit ihr, und sie … ging irgendwo anders hin.

was er gesagt hat? nein, er hat nich „i don’t love you“ gesagt. das ist nur gerade der song, den ich höre, während ich diesen text schreibe. von my chemical romance. das ist alles. was er wirklich gesagt hat? ich weiß es nicht. ich habe nur drauf losgeschrieben.

ich möchte jetzt schlafen, morgen soll ich singen, um 9 uhr. es wird bald mitternacht, ich möchte noch „elementarteilchen“ von michel houellebeq und „dr. jekyll und mr. hyde“ auf englisch lesen. ich lesen zurzeit nur mehr. für die matura, für mich. zum spaß. ich liebe zurzeit das lesen.

ich bin zurzeit leicht reizbar. ich werde schnell laut. ich schlage ohne grund mit voller wucht mit der faust gegen die wand. ich sage sachen, die ich nicht sagen wollte. ich fühle mich sofort persönlich angegriffen. das leben mit mir ist nicht leicht. vor allem zurzeit nicht.

das war es nun, das soll mein längster eintrag sein. er ist nicht besonders sinnvoll. morgen schreibe ich mehr. und auch mehr sinnvolles.