
Ein Toast. Auf Das Leben. Und all seine Lügen.
Tränen vergossen, und ich im Gedanken es wäre wegen ihm. Setze mich auch hinaus auf den Balkon und ziehe langsam die Zigarette leer. Manchmal hat sie eben wieder diese Tage, an dem so vieles zusammenkommt, ich lasse sie weinen, spreche sie nicht an, nehm sie in den Arm. Sie beginnt zu reden, von etwas ganz anderem. Und langsam und zitternd ziehe ich die letzten drei Züge der Zigarette.
So, Dominik, Gedanken ordnen. Es geht nicht. Wieder einmal etwas, das mich in einen leichten psychischen Schock hat gleiten lassen. Sowas darf es nicht geben, denke ich. Sowas darf wohl nicht wahr sein. Das Internet genügt nicht mal wirklich als Recherche es erklärt nicht, lässt nur noch mehr Fragen offen. Ich könnte kotzen, vor lauter Unwissenheit. Kann man denn nicht sagen. Oder ist es etwa.
Und das gerade einen Tag vor meinem Abhauen aus diesem Haus. Fünf Tage lang werde ich weg sein, während in meiner Familie eine Achterbahnfahrt auf die nächste folgt. Soll ich zuhause bleiben. Soll ich warten und helfen und Hände halten und in den Arm nehmen. Ich weiß es nicht. Meine Mutter würde sowieso sagen: Nein. Verzichte du nicht auf deine geplanten Dinge.
Und das wäre mir auch am liebsten. Einfach nur noch raus, in die weite Welt, alleine auf mich gestellt, und Tausende Minuten Zeit um Hunderttausende Gedanken zu ordnen. Ich denke, gerade wegen dem Wissen von heute, werde ich die Tage ab morgen brauchen. Wie lächerlich beschissen das Leben doch sein kann. Wie unaufhaltsam unlustig.
Ich vs. Schicksal: 0:243. Aber ich gebe nicht auf.
