


Some rights reserved by Ayca Karaoglan
Cause everybody’s changing
and I don’t feel the same.
Der Milchschaum versucht zu verschwinden, und ich blicke in die Ferne, aus dem Fenster dieses alten Cafés als würde ich irgendetwas erkennen oder nach jemanden Ausschau halten. Es ist niemand und es ist nichts. Es überschlagen sich nur die Dinge, die bis vor wenigen Tagen, vor Woche noch ganz alltäglich waren. Wir haben es nicht erwartet, haben gedacht, dass wir endlich einmal irgendwo angekommen sind. Haben den Boden gefunden, der uns Halt geben, haben das Leben erfunden, dass uns tragen soll. Heute ist alles anders.
Wenn Nächte unruhig werden und man aufwacht, mit Kopfschmerzen und Gedanken und der abgekühlten Wut des Vortages, und immer wieder prasselt es ein. Etwas Neues, eine Kurve, eine Kehrtwende, ein Ende. Beständigkeit tut gut, ist so unglaublich wichtig und doch leider nur allzu selten. Aber all diese Veränderungen, diese Stolpersteine, denen man auszuweichen versucht und dabei auf neue Wege stößt, tragen so viel Mut und so viel Herausforderung in sich, die mich unruhig machen. Was wird nur sein? Wie wird es kommen. Ich weiß es nicht.
Und irgendwie freue ich mich darauf. Freue mich auf all das Ungeplante, auf die Erlebnisse, die in den kommenden Wochen und Monaten auf mich, auf uns, zukommen werden. „Mach immer, was dein Herz dir sagt.“, habe ich heute zu dir gesagt. Und „Es ergibt sich immer ein Weg.“ Mehr kann ich all dem nicht hinzufügen. Hauptsache, wir bleiben noch lange Zeit hier sitzen, bei diesem Kaffee. So ganz ohne Milchschaum.

