Der Kreislauf der Banalität.

Manchmal muss ich sogar lachen. So richtig laut, mit Mund offen und Kopf zurück. Einfach nur aufgrund der Banalität des Lebens. Weil wir uns Sorgen machen, um Dinge, die es manchmal einfach nicht verdienen, dass man sich darum sorgt. Weil wir um etwas kämpfen, was wir manchmal insgeheim gar nicht haben wollen. Weil wir Angst haben, etwas zu verlieren, was wir wohl noch nie hatten. Ja. Manchmal, da lache ich. Und niemand versteht mich in meinen kleinen humangetränkten Späßchen.

Eigentlich ist das Ganze ja etwas ganz Besonderes. Überall hört man nur, dass die Stufe vom pubertierenden quengelnden Weltschmerzteenager zum ach so großartigen Erwachsenen das Wichtigste sei. Ich will nicht. Will nicht Herrn Alltag und Frau Routine täglich routiniert die Hand schütteln. Darüber sprach ich schon, und vielleicht ist das auch nur ein sehr spätpubertärer Traum. Was für mich aber immens wichtiger als all das ist, ist etwas ganz Anderes: Eine der wichtigsten Stufen in unserem Leben ist jene, auf der wir bemerken, dass sich nicht die ganze Welt um einen dreht. Dass man nicht einzigartig ist, auf gewisse Art und Weise natürlich schon, aber gefangen in dieser Suppe aus überdurchschnittlich durchschnittlicher Menschheit. Wo jeder seine Sorgen, Ängste, Nöte, Hoffnungen, Träume hat. Sobald wir bemerken, dass wir nicht allein auf dieser Welt ist, ist einem selbst (und natürlich der Welt selbst) ein großer Dienst getan.

Und wie ich es kürzlich erst in einem meiner siebentausendfünfundvierzig Tweets schrieb: „Wir haben verlernt, unernst zu sein. (Daran scheitert die Welt, jawoll!)“ [X] So ist es, liebe Leute. Und es geht nicht nur darum, der Welt unernst gegenüber zu treten. Vor allem muss man unernst gegenüber sich selbst sein. Das verhilft viel zu oft zu einem Lächeln, zu einem optimistischen Kichern. Und manchmal, da macht man es laut, mit offenen Mund und Kopf nach hinten. Nur um wieder bei der Banalität des Lebens angekommen zu sein.

photocredits: Katie Tegtmeyer | flickr