
Diesen Text habe ich gerade auf meinem PC gefunden. Ich habe ihn im September 2005 geschrieben, während dem großen Streit zwischen Elli und mir. Interessant … ja, jetzt ist er eigentlich nur noch …. Interessant.
Ja,es geht mir beschissen
Ja,es ist wegen dir
Doch davon willst du nichts wissen
Sonst wärst du sicherlich hier
Bei mir
Ich finde es ungerecht, dass du es so hinstellst,als wäre ich daran schuld, dass es dir beschissen geht. Ich denke, du hast viel selbst dazu beigetragen, dass es dir jetzt so geht, wies dir geht. Was ist überhaupt passiert, dass es jetzt so ist, wie es ist. Ja, es ist beschissen. Ja, es scheint leicht besser zu werden. Und ja, ich glaube, dass es bald wieder schlechter wird. Warum ich das glaube? Weil du wieder wegen einer kleinen Kleinigkeit, wegen etwas, was du falsch verstanden hast, auszucken wirst, nicht mehr mit mir sprechen wirst, dich von mir abwenden wirst.
Es ist falsch, nur dem anderen die Schuld zu geben, und einen Song, der den Refrain „Ich hasse dich“ beinhaltet, einem besten Freund (ich hoffe doch, dass wir immer noch allerbeschte Freunde san) zu widmen, oder sagen mir auf ihn abzuzielen ist irgendwie schon gemein. Mir gehts auch ned unbedingt super. Okay, mir gehts auch beschissen. Aber ich finde es einfach ungerecht, dass ich an unsere Misére schuld bin. Du willst doch immer alles von mir wissen, du gibts niemals ruhe, wenn ich etwas vor dir verheimliche. Und, das, was ich vor dir verheimliche, ist eigentlich keine große Sache … ich bin mir nur bewusst, dass du da vollkommen anderer Meinung bist. Und deswegen kann ich einfach nicht mit dir drüber reden. Und weißt du, warum ich letzten freitag nicht gekommen bin? nein, nicht weil es mich nicht gefreut hat … sondern aus trotz. Über zweite zu erfahren, dass etwas bei dir ist … und dann mich so fragen, als ob das e selbstverständlich wäre, dass ich es wissen müsse … nein, das brauchte ich sicher nicht.
Ich weiß nicht genau, was das Problem zwischen uns zurzeit ist. Vielleicht unsere Vergangenheit, vielleicht auch der Ausspruch über „ich habe dich während der zwei wochen vermisst“ … „ähm … hust …“ . Wenn es letzeres ist, dann hast du mich einfach falsch verstanden. Ich bin einfach nur der Meinung, dass uns dieser Abstand gut getan hat … du siehst es ja, wie es ist, wenn wir aufeinander treffen. okay, früher war das anders. früher war alles besser. früher waren wir freunde, freunde fürs leben, freunde, die keiner trennen konnte, freunde, über die man sprach, freunde, von denen jeder wusste, dass sie freunde sind. Einfach Freunde, wie man sie sich eigentlich nicht besser vorstellen konnte. doch dann ist es halt passiert … 8 … 9 mal … es war dann mehr als freundschaft. es war liebe, liebe, die aber über die freundschaft hinausging, und dir aber zu wenig für eine beziehung war. das wollte ich nicht. wie ich dir schon einmal sagte, ich wäre für eine beziehung aufgeschlossen gewesen …. ich schon. Aber wenn es so geblieben wäre, wie es war, dass hätte ich nicht länger ausgehalten.
was ich jetzt will, ist freundschaft. Freundschaft wie wir sie schon einmal hatten. Freundschaft, die auch bei kleinen auseinandersetzungen höchstens zu einem lachanfall führt (ja, so war es einmal bei uns). Ein freundschaft, die keiner trennen kann … außer wir selbst. und ich muss dir sagen, du bist mir wichtig. du bist sicherlich eine der wichtigsten personen in meinem leben. aber ich muss auch vor dir geheimnisse haben können. ich muss auch neben dir einen kumpel haben können, mit dem ich vielleicht darüber schon rede, was ich dir verheimliche. du musst einfach verstehen, so, dass es nur dich, und sonst keinen gibt, so ist es sicherlich nicht. ich bin ein mensch, der freunde braucht. Ich habe dich, als meine wichtigste freundin vielleicht sogar schon verloren. aber ich brauche dich, ich brauche dich, genauso wie ich meine dani, meine andi oder meinen datsch, meinen lucky brauche. jemanden, der zu mir hält, der mich stützt, der mit mir lacht … oder der einfach mit mir spricht.
du weißt, dass es für mich das schwerste ist, wenn jemand nicht mit mir spricht. und ich finde es deswegen auch eine so unglaubliche gemeinheit, als du einige stunden kein wort mit mir gewechselt hast.
Aber ist es eigentlich nicht traurig, wie sich alles entwickelt hat. Von einer normalen Freundschaft (schuljahr 2003/04) zu einer unglaublichen Freundschaft (04/05) hin zu einem kompletten chaos. streiten wir uns denn nicht über die kleinsten dinge. über dinge, die uns in einer unglaublichen Freundschaft gar nicht besorgt hätten, oder über die wir normal hätten reden können. ja, zeiten ändern sich, aber ich denke nicht, dass menschen sich so ändern können. ich glaube, ich habe mich nicht verändert … außer, dass ich jetzt neben dir einen vergleichbaren Freund, die dani habe. Mit der ich auch über alles rede, mit der ich auch gerne Zeit verbringe, mit der ich auch fast täglich telefoniere, ICQe … das hat sich meinerseits geändert, aber wenn dich das stört, denke ich, dass du wirklich ein Problem hast. Denn dann würde ich mich sicherlich sehr eingeengt fühlen, wenn du von mir verlangen würdest, dass ich auf meinen kumpel verzichten solle.
wir sind auch alle nur menschen. menschen. keine instinktfolgenden tiere, gehirngesteuerte menschen sind wir. und gerade deswegen fällt es uns vielleicht so schwer, einen streit wieder abklingen zu lassen. weil wir mit aller gewalt versuchen, unseren willen durchzusetzen. ich denke, wir beide sind riesige sturköpfe. wir wollen unser ding durchsetzen … aber was wollen wir eigentlich.
Ist es nicht so, dass wir beide eine Freundschaft wie früher wollen? Eine so geniale Freundschaft wie früher? Wo wir über alles sprechen, über naja, fast alles … wo wir auch geheimnisse voreinander haben konnten, wo wir auch einmal mit jemand anderen zeit verbringen konnten, wo wir auch einmal etwas falsches sagen konnten, oder falsch verstehen konnten. wo nicht jeder kleinste kritikpunkt am anderen zu einem zoff führt, wo dann eine woche nicht miteinander gesprochen wird.
Denn da alle liebenden innerlich noch Kind,
Und da die die reinen Herzens handeln unsere grössten helden sind,
Rett‘ ich die Welt mit deiner Liebe in mir,
Denn ich bin für dich da, nein ich bin wegen dir hier,
Da dir die Fähigkeit zu lieben geblieben ist,
und die Kraft zu Vergeben ein Bestandteil deines Lebens ist,
wurde ich erweckt und was tief in mir schlief,
Führt nun Feder und schreibt dir diesen Liebesbrief.
Die Kraft zu vergeben … haben wir die? dass wir die fähigkeit zu lieben verleiht bekommen haben, wissen wir. vielleicht auch die fähigkeit zu hassen, aber können wir auch vergeben? und haben wir jemals versucht, mit reinem herzen zu handeln? Und es stimmt, ich bin für dich da, ich bin wegen dir hier. Ich schreibe diesen langen eintrag, weil es mir einfach so wichtig ist. Ich will dich nicht verlieren, ich will wieder ein normales verhältnis mit dir haben. Ich will wieder geheimnisse haben können, ich will wieder dein bester freund sein, ich will wieder der mann ein deiner seite werden. einer, der mit dir am 4. mai nacktbadet, oder einer, der im SB unter der Dusche (SB) macht … oder einer der in deinem bett liegt, Coldplay horcht, und lächelnd daran zurückdenkt, was bei dem song schon alles passiert ist. wir haben viel erlebt, vielleicht bzw. wahrscheinlich zu viel. aber wie gesagt, können wir auch vergeben? haben wir die kraft dazu
Oder willst du einfach nicht. Reicht es dir? willst du jemand anderen als besten freund. dann bitte ändere den Song in deinem „Über mich“ text. Und eines möchte ich dir noch sagen, das „Das beste“ von silbermond, als ich das zum ersten mal hörte … ich dachte nicht an dich. und jene, an die ich gedacht habe, darum geht es auch in meinem geheimnis. als denk einmal nach, wann ich mit diesem song angefangen habe …
ich kann mir schon vorstellen, dass du wissen willst, warum es mir zeitweise schlecht geht (leider vor allem am wochenende) … aber das ist etwas, mit dem ich mit mir bedenken will, bzw. wo ich mit da dani spreche.
ich hoffe du liest diesen text, ich hoffe du verstehst diesen text, ich hoffe du nimmst diesen text ernst …. und ich hoffe weiters, dass unsere freundschaft wieder zu dem wird, was sie schon einmal war.