Wenn unsere Finger sich verflechten, aus wirrem Zwei plötzlich ein wundervolles Eins wird. Wenn ich meine Hand auf deinen Bauch lege und meinen Kopf auf deine Schulter. Wenn ich dir zusehe, wie du mit leuchtenden Augen aus deinem Leben erzählst. Nach all diesen Jahren verzauberst du mich umso mehr.

Wir schreiben Geschichte. Du warst es, die mir den Wert von Freundschaft gezeigt hat. Du hast mich an der Hand genommen, mir die großartigsten Plätze gezeigt, hast mich teilhaben lassen, an deinem Leben und ich habe dich zu einem Teil von meinem Leben werden lassen. Zu einem ganz besonderen Teil. Du lerntest mir das Vermissen, und das Freuen auf ein Wiedersehen. Das Nebeneinander einschlafen und das Pferde stehlen. Es war eine großartige Zeit damals, vor sieben Jahren. Als wir einen Grundstein legten, ein Fundament bauten, ein Luftschloss aus der Taufe hoben.
Wir haben uns verliebt. Du in mich und ich in dich. Und immer zu unterschiedlichen Momenten. Wir waren jung und wir wussten nicht wohin mit uns. Wir hatten die Freundschaft, hatten eine ganz besondere Beziehung. Wir küssten uns und wir liebten uns. Doch es wollte damals nicht sein und es war auch nicht. Gemeinsam rissen wir die gerade frisch gelegten Steine unseres Weges heraus, bauten die Zelte ab und hatten immer Angst, uns zu verlieren. Wir hätten uns wegen der Liebe verloren. Wegen etwas, was es in dieser Form wohl ganz selten gibt. Damals, vor sechs Jahren. Mit zarten Sechzehn und Siebzehn.
Die Jahre zogen vorüber. Wir beendeten die gemeinsame Schule. Und wir sahen uns dabei zu, wie wir uns verliebten. Wir erzählten uns all die Geheimnisse, legten immer mal wieder unsere Köpfe in den Schoß des anderen und zählten die Sterne. Und in jener Zeit, als viele Menschen ihr Drumherum verloren, als neue Wege sich öffneten, neue Städte interessant wurden, behielten wir uns in den Augen. Ich machte den Zivildienst, du begannst dein Studium. Und als mein Leben den Boden verlor, als dieser einfach so weggerissen wurde, warst du da. Warst du da und hieltst mir die Hand. Warst für mich da und halfst mir. Einfach nur, weil du da warst.
Wir sind keine Kinder mehr. Nein, das sind wir nicht. Nach all diesen Jahren haben wir an Erfahrung gewonnen, haben uns immer wieder neu kennengelernt. Aber eines ist mir geblieben. Dass ich mich wohl fühle, wenn ich dich sehe. Dass dein Lächeln jeden einzelnen Tag retten kann. Und dass mein Bauchweh aufhört, wenn du deine Hand drauflegst. Du tust mir gut, wie kaum jemand. And after all, you’re my wonderwall. Nach all diesen Jahren bist du immer noch meine beste Freundin, eine unvergleichliche Weggefährtin, ein Wahnsinnsmensch. Danke für all die frischen Schmetterlinge. Und danke, dass es dich gibt.