Grenzen.

Komm, wir müssen weg. Müssen laufen, weg von hier, hinaus in die Welt. Uns verstecken, vor der Angst und uns mutig entgegenstemmen. Nimm meine Hand, ganz fest, nimm sie und versprich mir, dass du sie nie wieder loslassen wirst. Wir ziehen davon, haben die Macht, haben den Mut und trotzdem keine Ahnung. Keine Ahnung wohin, keine Möglichkeiten, und doch hindert es nicht, uns hineinzustürzen. In den Sog der Gewalten, in die Summe der Ereignisse. Lass mich hinein, in deinen Kopf, deine Gedanken, lass mich Teil werden deiner selbst. Nur gemeinsam können wir es wagen, können träumen vom Leben gemeinsam zu zweit. Gemeinsam allein. Und doch müssen wir weg hier, müssen raus, hinaus in die Welt. Hinaus aus der Stadt, über Grenzen hinweg, über Hürden und über Mauern. Nichts soll uns aufhalten auf unserem Weg ins Irgendwo. Und wir würden uns trauen, würden das Auto nehmen, würden losfahren. Verdammt, wer braucht schon ein Ziel. Wir würden halten, halten im Niemandsland, würden uns betrinken, würden kotzen vor Freude, würden Drogen nehmen, einfach nur um der Drogen wegen. Würden leben als gebe es kein Ende. Wir würden Geheimnisse zieren, du die meinen und ich die deinen und wir wären so unvernünftig, so verdammt einzigartig. Und dann, meine Liebe, dann hätten wir, ja, dann hätten wir wohl alles erreicht.

[Leichte Inspiration: Text 51: Ein Geheimnis, das Ihr niemandem erzählen könnt | Roman Held]

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