
Ich spüre den Windstoß, den deine große Faust durch deine Bewegung zu mir hochschlägt. Sie kommt immer näher, und mir ist bewusst, dass es jetzt keinen Ausweg gibt. Langsam, mit einer derartigen Schnelligkeit, trifft sie mich auf der rechten Unterseite meines Kinns. Deine Finger fühlen sich kalt wie Stahl an. Und auch so hart. Ich taumle zurück. Noch ein weiteres Mal holst du aus. Ich spüre es schon wieder. Ich spüre deine Bewegungen. Ein noch einmal triffst du mich auf dieselbe Stelle. Der Knochen, das Kiefer scheint einen Bruch davon getragen zu haben. Der Schmerz lässt mich nicht mehr schreien. Nicht einmal flüstern könnte ich. Mein Gesicht zeigt einzig und allein das blanke Entsetzen in Form eines Lächelns. Um nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen, nimmst du nun deine stärkere Hand, die rechte, und versetzt mir dabei einen weiteren Schlag. Während deine Haut die meine berührt, lösen sich all die Fasern, die die meine zusammengehalten haben. Sie platzt auf, auf deiner Hand sammelt sich Blut. Mein Blut. Aus meinem Gesicht. Ich streiche mir mit meiner Hand über die offene Wunde. Der zerborstene Knochen auf der anderen Seite meines Gesichts schmerzt noch viel mehr. Aber ich kann immer noch nichts sagen. Und all die Menschen um mich herum. Sie können nichts sehen. Sie wollen nichts sehen. Ich blute aus dem Mund. Auch einen Zahn hat er erwischt. Die Stahlhand hat sich durch meine Wangenhaut hindurchgebohrt und mir einen Zahn genommen. Ich breche zusammen. Der Schmerz lässt mich nicht mehr stehen. Die Beine, die deinen. Du musst sie vertreten. Und so trittst du auf mich ein. Auch deine Schuhe scheinen aus Stahl zu sein. Sie bohren sich in meinen Bauch hinein. In meinen Magen. Der letzte mögliche tiefe Atemzug wird genommen. Ich ringe um Luft. Aber es ist gut. Du lässt mein Gesicht in Ruhe. Auf meine Füße trittst du ein. Gegen mein Schienbein, gegen mein Knie. Selbst wenn ich wollte, ich könnte jetzt nicht mehr aufstehen. Und ich denke mir. Was gibt es dir. Was bringt dir das ganze. Und ich merke, dass du meine Gedanken lesen kannst. Du lächelst Und trittst mir ins Gesicht. Ein, zweimal. Und ich überlege. Ich weiß nicht, was es dir bringt. Aber ich liebe es.
