
Und du „Nein!“
Und ich „Doch!“
Und beide sind wir müde, von dieser Diskussion und niemand schenkt uns Glauben, und wir selbst uns ja sowieso nicht. Ich weiß, was ich weiß und the same are you. Zwei Sturköpfe ohne Wand laufen eben einfach gegen sich selbst, bis es weh tut und man nicht mehr kann. Wir hören nicht auf und doch ist es so als könnten wir uns doch noch irgendwie einig werden.
Ich höre dir nicht zu, bin nicht interessiert an deinen Vorträgen, an deinen Worten, nicht interessiert an dir. Wobei. Letzteres würde ich eben doch in Frage stellen. Es ist die falsche Zeit, der falsche Moment, es ist das Nichts, das zwischen uns herrscht und irgendwie alles so furchtbar scheiße macht. Scheiße ist mein neues Lieblingswort, du weißt das. Alles ist gerade scheiße, obwohl ich von schönen und netten Begegnungen, tollen Erfahrungen und einem fresh growing self-awareness begrüßt werde.
Wobei man natürlich diese self-awareness aufgrund der allgemein herrschenden Grundscheiße in Frage stellen darf. Nicht muss. Darf. Und überhaupt. Fehlt mir gerade das Gespür für mich selbst, obwohl ich mich schon lange nicht mehr so gefühlt habe. So gespürt habe. Ich weiß aktuell einfach nicht, was ich mit mir tun soll, und habe doch den perfektesten Plan und die erreichbarsten Ziele seit langem. Um es kurz zu sagen: Ich verstehe mich gerade selbst nicht. Und ja. Leute, Leute, Leute. Das fühlt sich echt mal scheiße an. Kaum zu glauben.
Hier noch mal ein „Nein!“. „Doch, verdammt!“, die Retourkutsche. Scheiße. Was für ein bescheuerter Teufelskreis. Dieser verdammte Endloskreisverkehr und dieser Stau bei meiner Ausfahrt. Und ich vollkommen perplex und ohne Ahnung und einfach nur dumm. Gewollt dumm? Ich weiß nicht. Vielleicht auch einfach nur … ja, sagen wir es so. Scheißratlos. Im negativen Sinne, wohlgemerkt. Und das gekoppelt mit meiner Scheißnaivität, dieser furchtbaren Scheißmanipulierbarkeit und der vorhin schon genannten Gesamtscheiße gibt das kein gutes Bild. Aber irgendwie auch doch wieder toll. Oder unterhaltsam. Oder legend- … wait for it, wait for it … -dary!
Vielleicht wisst ihr, was ich meine. Vielleicht versteht ihr auch nur ansatzweise meinen aktuellen Gefühlszustand. Und dann noch diese Scheißdiskussion um. Ja, verdammt. Um was eigentlich? Ich habe es schon wieder verdrängt, oder einfach nicht aufgepasst. Leute, sowas interessiert mich ja echt mal nicht. Wo bin ich hier eigentlich, und warum tue ich mir das jetzt überhaupt an? Und während ich immer Schimmer meines eigenen Wahnsinns weitertanze, schwöre ich mir, dass mein „Doch!“ schlussendlich doch noch gewinnen wird. Nur um sowieso schon zu wissen, dass ich irgendwann einfach zu müde bin, zu … disktutieren, zu streiten. Eigentlich bin ich ja sowieso gerade nur zum Schweigen aufgelegt. Vielleicht sollte ich das mal versuchen.
„Nein!“
„Doch!“

hallo! was zum nachdenken!!! eigendlich bin ich noch garnicht soweit einen komentar abzugeben. beschäfitgt mich dein text doch noch zu sehr, er ist auf seine weise, auf viele lebenssituationen passend. sehr schön und passend geschrieben.
liebe grüße bea