
Ein Text basierend auf einem Gedankenpups.
Wie geht es dir dabei. Hast dich doch zu dem Menschen entwickelt, der du nie sein wolltest. Den du vor die Tür setztest, als es schon viel zu spät war. Wie ist es, genau die Person zu sein, der man auszuweichen gewohnt war.
Da bist du. Nur wenige Meter von mir entfernt, das erste Wiedersehen nach unzähligen Monaten. Ich sehe dich, mehrmals, drehe mich offensichtlich zu dir um, möchte nicht näher kommen, möchte nur bemerkt werden, möchte ein Winken oder ein „Hallo.“ Und gehe schließlich weiter. And I kept the thoughts until i fell asleep, hours later.
Du warst zu jung, als wir uns trafen. Viel zu jung. Ich hätte es vorher wissen müssen, und ich hätte es doch nicht akzeptiert, da mein Herz ja etwas total anderes dazu zu sagen hatte. Es war eine schöne Zeit, jene mit dir und uns. Es war wundervolles Leben, high above the sky. Unvergesslich und viel zu lange noch wünschte ich mir ein Happy End. Doch Happy Ends sind retro. Total out. In diesem Jahr und in meinem Leben. Nichts passiert einfach so. Außer. Außer, dass man sich mehr und mehr voneinander wegentwickelt.
Will ich dich überhaupt noch sehen? Ich weiß, du bist noch immer so hübsch wie damals. Trägst immer noch diese coolen Tücher um deinen Hals, hast immer noch so unglaublich schöne Augen. Ja, ich weiß es. Aber ich weiß auch, dass du jeden Kontakt vermeidest. Schon klar, du hast Stress. Das versteht man. Aber ein Stündchen hin und her ist sich seit einem Jahr nicht mehr ausgegangen. Wenn ich keine Stunde für irgendeinen Menschen, der mir irgendwann einmal etwas mehr bedeutet hatte, opfern kann. Wenn der Stress so groß wäre, ich würde mich erschießen.
Weißt du eigentlich, wie oft ich dein Geburtstagsgeschenk in meinen Händen halte. Diese Schneekugel, mit auswechselbaren Bildern von uns und dir. Sie steht immer noch in meinem Regal, und ich kann sie einfach nicht wegräumen. Und gegen die Wand werfen ebenso nicht. Das schon gar nicht. Am Liebsten würde ich sie dir vor deine Tür stellen, mit einem Brief, der erklärt, wie viele Momente mir diese Schneekugel schon beschert hat. Wo ich zurückfalle in die Erinnerungen von damals. Und mich oft aufs Bett setzen muss, um die Eindrücke und Erinnerungen wirken zu lassen.
Wir sind schon so weit voneinander entfernt. So weit wie ich nie von einem ehemals geliebten Menschen sein wollte. So weit, wie du es dir wahrscheinlich erhofft hattest. Jetzt ist es also so, wie es vermutlich sein soll. Und ich werde wohl glücklich sein, dass du deinen Kopf durchgesetzt hast. Du hast die einzigartige Chance verpasst, mich (und all meine neuen Veränderungen) erneut kennenzulernen. Du hast aufgegeben, als ich noch immer Hoffnung hatte. Hier ist es. Das Resultat. Ich bin dann mal weg.
Und wenn du dir dann noch erlaubst, mit einer Freundin von mir und dir über mich zu sprechen. Über die Art Beziehungstyp, der ich vermeintlich sein soll. Du hast doch keine Ahnung von Beziehung. Lebe doch einfach dein Leben. Ja, genau. Das Leben, dass meinem von damals sowas von ähnlich ist. Mache doch so viele verdammte Fehler und suche weiter nach dir. So wirst du dich nie finden, und das kann ich dir genau sagen. Doch irgendwann wird auch noch die Zeit kommen. Deine Zeit. Doch zurzeit nervst du einfach nur.
Deine Art mich zu ignorieren. Deine Art, abwesend zu sein. Deine Art, wie ich dich passiv miterlebe. Du, dein verdammtes Leben, ihr nervt einfach. Ihr nervt mich bis aufs Blut und mich nerven die Gedanken an dich. Ich bin dann mal weg und beginne einen neuen Teil meines Lebens. Und zum Abschluss wollte ich eben nur mal wieder etwas sagen.
Foto by [ priotography ]

Bitte nimm meine Kritik net zu stark wahr, aber warst du nicht auch so ein Mensch wie sie? Wie hast du dich da rausentwickelt? Fühle dich nicht überlegen, nur weil du es mal warst. Klar, sie hat Unrecht. Ich möchte dich auch nicht gerne daran erinnert, wieso du mit ihr zusammen warst. Ich will dich nicht niedermachen, nur zum Nachdenken, für einen Neuanfang anregen. Mach dir keine Vorwürfe, befrei dich und versuch nicht dich mit ihr zu vergleichen.
Mach einen Neuanfang. Das ist der beste Rat. Ich glaube Trost hilft hier nicht.
Gruß, Eugen.
P.S.: Hab ne neue Blog-URL: lifecheater.ich-geek.de
Leider kann man nichts sagen, das wirklich hilft. Es tut weh, und alles, was man tun kann, ist, dem Schmerz Raum zu geben. Und Zeit. Das dauert alles. Überlegenheitsgefühle dürfen auch mal sein — sie halten leider nicht lange. Diese Achterbahnfahrten… scheusslich!!
Tröstlich ist einzig und allein das Wissen, dass all das vorbei gehen wird. Früher oder später. Und dass „es“ dann viel schöner sein wird als vorher.
Fühl Dich lieb umarmt, Dominik. Mir geht es momentan auch sehr schlecht und ich verstehe gut, an was für einem Punkt Du bist.
„Aufgewärmter Kaffee schmeckt nicht.“
Tu‘ Dir bitte nicht weh, Dominik!