Das ewige Thema. Frauen. Und auch ein Thema, welches ich nie komplett verstehen werde. Erst kürzlich hörte ich wieder eine hübsche c-prominente Frau sagen: „Jeder Mann benötigt den gewissen Arschlochfaktor.“ Und ich musste grinsen, denn genau das haben mir schon einige männliche Kollegen, seit jeher mehr (oder weniger) langzeitglücklich vergeben, bestätigt.
Aber warum suchen Frauen bevorzugt jene Typen, die eben mal nicht Zeit haben, weil sie lieber Fußball kloppen wollen mit Freunden, und Typen, denen man manchmal wirklich scheißegal ist. Ich habe lange überlegt und ein möglicher Ansatzpunkt ist, dass es so für die Frauen schwieriger ist, um Liebe zu kämpfen. Jemand, der ständig da ist, wenn man ihn braucht, der sich Zeit nimmt und sich liebevoll um die Partnerin annimmt, da wird man einfach geliebt, ohne irgendetwas geleistet zu haben.
Ich muss zugeben, mir fehlt dieser gewisse Arschlochfaktor. Wenn ich liebe, dann liebe ich eben. Ich hasse es, wenn Typen zu ihren Freundinnen zickig sind, nur um später wieder die große Versöhnung zu feiern. Das wirkt lächerlich und aufgesetzt. Mein Problem ist, dass bei meiner ersten Beziehung wohl die Frau den größeren Arschlochfaktor in sich trug. Da kommt man nicht weit. So kann ich zumindest aus meiner Erfahrung sprechen.
Wie viel Arschloch muss man sein, um etwas attraktiv für Frauen zu sein. Ich bin nämlich einer derjenigen, der diesen gewissen Teddybärfaktor hat. Zum Knuddeln eben, toller Gesprächspartner und ein sehr guter bester Freund. So zumindest meine Selbsteinschätzung. Von vielen weiblichen Wesen habe ich schon gehört, dass jede Frau sich glücklich schätzen könnte, so einen wie mich als Freund zu haben. Und darüber hinaus werde ich öfter mal auch als der perfekte Schwiegersohn angesehen. Lächerlich, das Ganze.
Manchmal verwundert es mich, welche offensichtlichen Arschlöcher nette, also wirklich nette, Freundinnen
haben. Wo ich mich dann natürlich frage, was diese Frauen wohl an denen finden. Dieses Geheimnis habe ich noch nie lüften können, aber das hilft mir natürlich auch nicht weiter. Ich möchte ja kein vollkommenes Arschloch sein. Das bin nicht ich und das will ich auch nie werden. Nur was mich behindert, ist die Angst, du arschlochmäßiges Verhalten etwas zu zerstören, was eigentlich zuvor noch halbwegs intakt war.
Ich werde Frauen nie verstehen, und vielleicht ist das auch gut so. Es ist ja gerade das Geheimnisvolle, welches uns heterosexuellen Männern zu den Frauen zieht. Wären wir ein gegenseitiges offenes Buch, könnten wir nicht rätseln und neue Dinge versuchen. Und vielleicht klappt das ja auch, wenn ich mit meinem Teddybärfaktor auf Suche gehe. Oder besser gesagt, einfach so gefunden werde. Bei DSDS hat sich übrigens noch niemand gemeldet, was mich auch nicht verwundert. Nein, nicht wegen meiner Person, sondern wegen der Idee im Allgemeinen. Jetzt wäre ich mal wirklich soweit zu sagen, dass ich lieber noch auf Wien warte. Wien ist groß. Unglaublich groß. Und da lernt man sich eben mal ab und zu kennen. Und eine Fernbeziehung, die nur auf dem Wochenende basiert, stelle ich mir auch irgendwie schwierig und komisch vor. Mal sehen, was da noch so kommt. Denn irgendwas, und da bin ich mir ganz sicher, wird demnächst sicher passieren.

„Manchmal verwundert es mich, welche offensichtlichen Arschlöcher nette, also wirklich nette, Freundinnen haben.“
Siehste, und ich denke mir immer nur: ‚Warum hat diese verdammte Zicke so einen netten Kerl im Schlepptau?! Das gibt’s doch nicht…‘ 😉
Ein ähnliches Phänomen ist es, wenn man jemand ablehnt, dass man dadurch oft nur noch begehrenswerter für die Person wird.
Kann man schon bei kleinen Kindern sehen. Sie wollen was sie nicht bekommen. Das zieht sich durchs Leben durch. Da gibt es die eine Sache, die aber eigentlich zu teuer ist, dennoch spart man, weil man sie unbedingt haben muss. Hat man sie, wird sie nach kurzen langweilig. Nicht immer, aber oft.
Das gleiche scheint es mir auch mit Frauen bzw. Männern zu geben. Interessant ist, was man nicht hat und oder andere interessant finden. Bei diesen Arschlöchern muss man immer darum kämpfen bei ihnen bleiben zu dürfen, ein bisschen Zuneigung zu erhalten. Ob man es auch so wahrnimmt oder nicht spielt gar keine so große Rolle.
Ich vertrete die Meinung, dass Frauen Arschlöcher nur für Abenteuer haben wollen, das ist nichts langfristiges. Sie planen nicht ihr ganzes Leben mit solch einer Person zu verbringen.
Auf der anderen Seite ist zu beobachten, dass die meisten Menschen im Kern gut sind. Einer meiner besten Freunde ist nach außen oft sehr überheblich und unsympathisch, aber ich weiß wie er noch ist.
Gefährlich ist es, wenn das Arschloch beginnt zu spielen. Wenn es die Situation ausnutzt und gezielt handelt, damit die Frau oder Mann nicht geht.
Es gibt leider viele Methoden ein Abhängigkeitsverhältnis zu schaffen und man kann fast nichts dagegen machen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Die Welt braucht gute Freunde, jemanden zum reden und es gibt auch Frauen die dies schätzen.
Ach, du hast nur zu recht mit deinem Artikel, doch ich freue mich über Lucas Artikel, der solche Typen wie dich und mich ein wenig Aufmunterung und Mut geben kann. Ich glaube, diese Arschlöcher haben einfach eines besser herausen, wie die guter Freund Typen. Das Kennenlernen. Und ich meine nicht das Kennenlernen, dass man sich beim Fortgehen mal grüßt, oder dass man weiß, wer der oder die ist. Sie lernen die anderen schneller und in der kurzen Zeit verhältnismäßig besser kennen. Doch wenn sie an einem gewissen Punkt angekommen sind, dann wollen oder können sie nicht mehr in die Tiefe gehen. Darum haben sie aber auch weniger Zeit für den Partner, weil sie mit mehr Leuten Zeit verbringen wollen.
Ich hoffe ja, dass ab einem gewissen Alter die Mädchen auf die Knuddeltypen stehen. Vl schon ab 20 oder 21 Jahren. Das würde nicht mehr so lange dauern 😉