
Das Wetter lässt mich unbeeindruckt. Doch dieser eine Regentropfen.
Langsam fällt er auf mich herab. Bedeckt meine Jacke und trifft auch einige Haare, die unter der Kapuze hervorlugen. Das Wetter hat also umgeschlagen. Keine Aussicht mehr auf einen frühen Frühling. Die Auferstehung der Natur muss wohl um einige Wochen verschoben werden. Es regnet und ich stehe pitsche-patsche-nass am Straßenrand. Die Zigarette in meiner Hand hat auch schon einiges abbekommen. Mit ein paar langen Zügen versuche ich noch zu retten, was zu retten ist. Doch es ist vorbei.
Gestern hast du noch vom blauen Himmel gesprochen. Blau, wie eben nur ein Himmel sein kann. Ich habe ihn gesehen. Habe minutenlang hineingeblickt und gehofft, irgendwo eine Wolke zu sehen. Doch da war nichts. Nur das Blau und das Nichts. Beim letzten Regenguss bist du verschwunden. Alles ist verschwunden. Aber noch ist nichts verloren. Doch wo bist du?
Du bist verschwunden. Einfach weg. Für immer. Alles ist für immer. Forever. Nothing lasts forever. I will love you forever. Forever. Für immer. Man wirft mit diesen Worten viel zu häufig um sich. Was ist schon forever? Nichts. Man kann nie wissen was kommt. Aber du bist weg. Seit Stunden, Sekunden, Tagen. Ich stehe hier am Straßenrand, der Regen tanzt vor meinen Augen und du bist weg.
Was bleibt, ist dieser Regentropfen. Mein Regentropfen. Du bist mein Regentropfen. Für immer, okay?
Entstanden aus 8 [Worte // Words]
