
Wir können die Zeit zurückdrehen. Von hier zu jedem Kuss davor. Die Stadt ist heute wie ein Song und ich bin voll mit Erinnerung.
Gestern Nacht. Gespräche im Auto. Im Bett liegen. Und Nachdenken. Und zum Entschluss kommen, dich mit Fakten zu konfrontieren. Ich weiß, wie du denkst. Ich weiß deine Einstellung. Und ich weiß, wie ich mich fühle. Was ich fühle.
„Kennst du das Gefühl, wenn man neben jemanden sitzt oder steht, und ihm einfach so Vieles sagen möchte. Und man sagt es dann doch nicht, nur um nicht noch viel mehr zu zerstören.“
Ich weiß auch nicht was ich sagen werde. Dass ich nie aufgehört habe, dich zu lieben. Dass meine Gefühle manchmal verrückt spielten und ich oft versucht habe, sie zu unterdrücken. Dass ich deine Nähe liebe, und die Art, wie du mit mir sprichst. Dass ich dein Lächeln liebe. Und gleichzeitig so vieles verabscheue. Dass mir so vieles auch Schmerzen zufügt. Schmerzen, die ich gewillt bin, zu erleiden.
Dass ich weiß, dass du zurzeit „keine Zeit für einen Freund“ hast. Ich weiß ja nicht einmal, ob ich Zeit für eine Freundin hätte. Ich weiß nicht einmal, ob ich überhaupt eine Beziehung jetzt haben könnte, in diesem Zustand des Seins. Nach all dem, vor alledem.
Ich werde dir sagen, dass ich es vermisse. Zu wissen, dass es eine Person gibt, die mich vom Innersten ihres Herzens heraus liebt. Dass ich es vermisse. Miteinander einzuschlafen. Dass du fehlst. Dass ich dich liebe, und selbst nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Dass ich nur mal wieder einfach deine Hand nehmen möchte. Über dein Gesicht streicheln. Deinen Atem ganz nah bei mir zu spüren.
Ich erwarte mir von diesem Gespräch nichts. Nur, es wird mir gut tun. Dir alles zu sagen, was ich so lange zu sagen versuchte. Leider können wir die Zeit nicht zurückdrehen. Leider nicht.
