
This Is How My Heart Behaves. My Heart. Not Yours.
Wie verliebt sehen mich deine Augen an. Du musst mich doch lieben denke ich mir. Wir sitzen uns gegenüber. Ich möchte dir so nahe sein. Und wie wenn du es spürest, legst du dich mit deinem Kopf in meinen Schoß. Ich streiche dir durchs Haar, rein freundschaftlich. Beobachte dich, wie du reagierst. Du lächelst mich an. Mein Herz hüpft. Du musst mich lieben. Ich verstehe doch deine Gefühle. Denn ich liebe dich.
Verdammt, wie oft habe ich das Wort Liebe in den letzten Jahren in den Mund genommen. Fast schon pervers und penetrant in meinen täglichen Sprachgebrauch eingebrannt. Sah ich ein Pärchen, musste ich das gleich mit diesem magischen Wort „Liebe“ zusammenzufassen. „Die beiden lieben sich“, dachte ich immer. Liebe. Ein magisches Wort. Es ist doch eigentlich sogar falsch, darüber zu schreiben, wenn man glaubt, sie selbst noch nicht in vollem Ausmaß erlebt zu haben.
Ich muss dieses Wort einfach aufspalten. Man kann nicht immer gleich von Liebe sprechen. Zuerst ist sie ja noch ein Wunschgedanke. Während man im Verliebtsein schwebt. Wie ein weiser Mann einmal sagte, wenn erst einmal die Schmetterlinge weg sind, kann man von Liebe sprechen. Und es ist schwer, dass eine Beziehung diese Übergangsphase überlebt, so finde ich zumindest. Mit dem Wort Liebe legt man schon so vieles hinein, was doch nicht schon nach 2 Wochen, einem Monat oder auch nach vier Monaten da ist. Ich denke, meine erste Beziehung ist daran gescheitert, dass ich schon lange bevor die Schmetterlinge entgültig weg waren, verlangt habe, von Liebe sprechen zu dürfen. Liebe ist so etwas Entgültiges. Wenn man einmal gesagt hat „Ich liebe dich“ kann man es eigentlich nie mehr zurücknehmen. Selbst wenn irgendwann einmal die Gefühle verschwinden, das Gesagte kann man nicht zurücknehmen. Es ist entgültig. Und wenn es nicht mehr gilt. Es wurde einmal gesagt und drückt das wohl schönste Gefühl aus, welches man für jemand anderen empfinden kann.
Oft sitze ich da … und blicke wie verliebt, in das Gesicht, die Augen des anderen. Und frage mich, warum. Warum das ganze. Warum strebe ich so nach Glück. Man kann doch nichts erzwingen. Lass mich dich doch einfach nur lieben. Egal ob du mich liebst. Lass mich dich lieben. Ja, so denke ich manchmal. Oder dachte ich. Vielleicht bin ich jetzt etwas weniger gefühlvoll, etwas weniger dumm. Etwas weniger.
Eines ist mir nun klar. Es gibt einen riesig großen Unterschied zwischen „Verliebt sein“ und „Geliebt werden“. Ich dachte immer, dass, wenn das Verliebt sein auf beiden Seiten ist, dass das Geliebt werden mit dem einher geht. Nein. Es ist ein riesiger Unterschied. Von nun an werde ich das Verliebt sein nicht abstellen. Aber ich werde aufpassen, wann ich meine Liebe ausschütte. Man hat nicht viel davon. Man muss sparsam damit umgehen. Vielleicht muss ich jetzt einfach mal nur eine „Bitch“ sein. Das wollte ich sowieso schon immer einmal sein. Vielleicht muss ich es einfach mal ausprobieren. Oder ich warte. Warte auf die große zweite Liebe. Spaß oder Warten? Eine schwere Entscheidung. Reden wir nach der Maturareise weiter.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte, und vielleicht // wahrscheinlich wiederhole ich mich. Liebe ist etwas so Einzigartiges, etwas so Entgültiges. Achtet, wem ihr sie schenkt.
