Disarm

Na los. Töte mich, verdammt noch mal.

Bringe mich um. Nimm dieses verdammte Messer und steche auf mich ein. Ich habe es verdient. Nimm mir das Leben, wenn ich schon nicht mutig genug bin, es mir selbst zu nehmen. Los, stich mir in mein Herz, damit das schöne Blut aus meinem Körper fließen kann. Manchmal in Strömen, manchmal auch nur ganz langsam. Los. Tu es. Wenn du es nicht tust, bin ich genötigt so weiterzuleben. Nimm dieses riesige Küchenmesser in deine Hand. In deine schöne, weiche Hand. Hebe deinen Arm. Deinen zierlichen kleinen Arm. Und dann sieh auf meinen Körper und versenke dieses Messer in mir. Und noch einmal. Ziehe es heraus. Und steche wieder hinein. Immer und immer wieder. Noch einmal. Ich spüre noch etwas. Nimm mir die letzten Anzeichen von Gefühl von mir. Mache mich leer. Töte mich, bis ich wirklich tot bin. Ich will nicht langsam sterben. Töte mich jetzt. Sofort. Nimm jeden Schmerz, jeden Gedanken, jede Angst von mir weg. Töte mich sanft. Du, mit deinen wunderschönen Augen. Und am besten ist, du schleifst das Messer noch einmal nach. Es ist nicht mehr scharf. Für mich bitte nur das schärfste Messer. Nicht irgendeines. Das Schärfste. Und mit dem musst du auf mich einstechen. Musst mich töten. Musst mich ausschalte. Oder schneide mir doch die Kehle durch. Und kurzer Schnitt, eine kurze Blutfontäne und ich bin tot. Aber ich bitte dich, so lasse mich doch sterben. Wir können es doch wie einen Unfall aussehen lassen. Dich betrifft keine Schuld. Du wärst kein Mörder. Du hättest mir nur geholfen. Geholfen, auszureißen. So bitte ich dich noch einmal, mache es. Komme meiner Bitte nach. Töte mich, wie du es am besten kannst. Denn ich möchte jetzt sterben. Denn jeden Tag, oder jede Begegnung mit dir als einen neuen Tod zu erkennen, und fast verblutend wieder zuhause anzukommen, das tötet mich leider nur viel zu langsam. Und versorgt mich mit so viel Schmerz. Wenn ich in deine Augen sehe und du aber nicht in meine. Wenn du immer von Angst sprichst. Töte mich. Aber vollführe nicht dein Werk zu Ende, so wie du es bereits angefangen hast. Ich möchte sterben. Aber nicht so. Nicht mit so viel Schmerz. Ich möchte nichts mehr fühlen. Und doch, wenn ich weiß, dass ich hier liege, und du über mir kniest, mit dem Messer in der Hand, und ich in deine Augen sehe. Dann weiß ich, wer du bist. Und ich das letzte, was ich in meinem Leben haben werde, sind Schmetterlinge im Bauch. Gedanken im Kopf. Und das Gefühl das man Liebe nennt.

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